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Public Viewing: : Husums Kleikuhle wird zur Fanmeile

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum ersten Mal soll die Europameisterschaft in Husum auch unter freiem Himmel zu sehen sein.

von
erstellt am 31.Mai.2016 | 07:00 Uhr

Fußball gucken unter freiem Himmel: Diese Möglichkeit soll es zur diesjährigen Europameisterschaft, die am 10. Juni startet, auch in Husum geben. Gerd Loof, Besitzer des gleichnamigen Fischrestaurants, plant ein Public Viewing auf der Kleikuhle. Auf einer in der Diagonalen rund 2,80 Meter messenden Leinwand sollen Fußballfans und solche, die es zu Europameisterschaften werden, auf Bierbänken und an Stehtischen – hoffentlich – spannende Spiele verfolgen können. Den Bierdurst will das Loof’sche Personal per Getränkewagen stillen.

Die notwendigen Genehmigungen habe er, so Loof. Und dass die Fußballfans mit ihren Gesängen oder Vuvuzelas Anwohner stören könnten, glaubt der Gastronom nicht: „Wir haben hier an der Kleikuhle ja nur zwei Nachbarn. Und rechtlich ist es ohnehin so, dass man so etwas veranstalten darf.“

Loof selbst sieht sein Public Viewing auch als Möglichkeit, die Husumer Innenstadt zu beleben. Ob es funktionieren wird, wisse er nicht: „Auf die Idee hat mich mein Personal gebracht. Die haben gesagt: In anderen Städten klappt das doch auch.“ Er kalkuliere derzeit vorsichtig mit rund 200 Fußballfans, die die Kleikuhle zu ihrer Fanmeile machen.

Dass er damit in Konkurrenz zum Kulturzentrum Speicher tritt, das auch in diesem Jahr wenige Meter weiter wieder zum Fußballgucken lädt, glaubt Loof nicht: „Das ist ein anderes Publikum.“

Von Seiten des Husumer Bürgermeisters erntet der Gastronom mit seinem Konzept jedenfalls Lob: So etwas habe es in Husum bisher noch nicht gegeben, so Uwe Schmitz. Er freue sich deshalb, dass Loof sich an diese Aufgabe heran wage, zumal sie mit einem gewissen unternehmerischen Risiko verbunden sei: „Die Stadt selbst kann es sich nicht leisten, ein Public Viewing auf die Beine zu stellen.“

Sollten Fußballfans aufgrund etwas unfreundlicheren Wetters eher geneigt sein, die Spiele drinnen zu gucken, können sie neben verschiedenen Kneipen auch den Speicher besuchen. Im ersten Obergeschoss werden die Eröffnung, alle Deutschland-Spiele sowie Halbfinale und Finale gezeigt, verrät Geschäftsführerin Noren Fritsch. Auch im Freizeithaus des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes kann voraussichtlich wieder Fußball geguckt werden. Für genügend Möglichkeiten, die Spiele in fröhlicher Gemeinschaft zu sehen, ist in Husum also gesorgt.

Bleibt nur noch die Frage, wie weit die Deutsche Mannschaft kommt. „Ich weiß es nicht“, gibt sich der Bürgermeister zurückhaltend. „Wenn wir das hier schon machen, werden sie Europameister“, ist Loof dagegen optimistisch.

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