zur Navigation springen

Platz für alle : Husums Kindergärten haben noch genug Luft

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Kindergärten haben genug Regelplätze für Drei- bis Fünfjährige. Die Verwaltung geht zudem davon aus, dass der Bedarf in Zukunft wegen der demografischen Entwicklung sinken wird.

Die Storm-Stadt ist gut aufgestellt, wenn es um das Angebot von Regelplätzen in Kindertagesstätten geht. Das war die positive Nachricht, die Axel Fischer aus dem Hauptamt des Rathauses den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales und Jugend überbringen konnte. Für alle seien genügend Plätze da und es gebe sogar einen Puffer. Wenn da nicht das Problem wäre, dass immer noch 90 Kinder auf der Warteliste stehen, die – angeblich – noch keinen Kita-Platz gefunden hätten. „Wir müssen jetzt noch einmal die Wartelisten abgleichen“, sagte Fischer. „Das sind aller Wahrscheinlichkeit nach Kinder, die von ihren Eltern bei mehreren Kindergärten auf die Liste gesetzt worden sind und längst einen Platz gefunden haben, aus den anderen Listen dann aber nicht gestrichen worden sind.“

Nach Unterlagen des Einwohnermeldeamtes hätten 475 Kinder zum 1. August Anspruch auf einen Regelplatz – 159 Dreijährige, 153 Vierjährige und 163 Fünfjährige. „Dazu kommen noch 20 Kinder aus dem Umland“, rechnete Fischer vor. Für diese Altersgruppe „Ü  3“ seien in den elf Kitas der Stadt 560 Plätze vorhanden. Insofern wäre es wohl kein Problem, auch diejenigen Kinder, die auf den Wartelisten stehen würden und tatsächlich noch keinen Platz hätten, unterzubringen. „Die Reserve können wir zudem gut brauchen, wenn es weiteren Zuzug gibt, etwa durch Bundeswehr-Soldaten.“

Durch die demografische Entwicklung werde der Bedarf an Kita-Plätzen rechnerisch in Zukunft jedoch eher rückläufig sein, so Fischer weiter. „Insofern haben wir der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein als Träger des Kurt-Pohle-Kindergartens bereits mitgeteilt, dass wir deren Antrag auf Erweiterung der Kita nicht positiv begegnen können.“ Die Verwaltung werde die Entwicklung jedoch aufmerksam beobachten und in einem Jahr weitersehen. Dagegen könne der Dänische Kindergarten mit der gewünschten Erhöhung des Zuschusses rechnen. „Für den stellen wir jetzt aber erst noch eine Vergleichsberechnung auf.“ Und um dem Problem der Mehrfachnennungen auf den Wartelisten zu begegnen, richte Kiel derzeit eine landesweite Kita-Datenbank ein. „Da werden wir dann die lokalen Daten einpflegen, um künftig vor unliebsamen Überraschungen sicher zu sein.“

zur Startseite

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen