Sanierung fast abgeschlossen : Husums Hafen ist bald wieder ganz der alte

Rund 1,9 Millionen Euro haben die Arbeiten im Husumer Hafen gekostet.
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Rund 1,9 Millionen Euro haben die Arbeiten im Husumer Hafen gekostet.

Die Ausbaggerungsarbeiten im Husumer Hafen sind so gut wie abgeschlossen. Jetzt wird die Pumpe an der Mühlenau abgebaut. Dann herrscht erst einmal einige Zeit Ruhe, bis erneut gebaggert werden muss.

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24. Juni 2014, 14:30 Uhr

Von Mittwoch (25. Juni) an läuft im Husumer Hafen wieder alles wie gewohnt. Dann geben nicht mehr Pumpen, sondern die Gezeiten vor, wann er Wasser führt und wann nicht. Von Ende Mai bis Anfang Juni war das anders. In dieser Zeit musste der Hafen aufgestaut werden. Grund waren umfangreiche Sanierungsarbeiten im Bereich des Dockvorhafens und des Schiffswendeplatzes. Dort war ein Spezialteam damit beschäftigt, verunreinigtes Baggergut auszuheben und in riesigen Geotextilschläuchen einzulagern, die eigens für diesen Zweck auf dem Gelände der Dock- und Reparatur GmbH & Co KG installiert worden waren.

Nicht weniger als 38.000 Kubikmeter an Sedimenten wurden während der mehr als vierwöchigen Arbeiten aus dem Hafen gebaggert. Sedimente, die mit Tributylzinn – einer zinnorganischen Verbindung – belastet waren, die bis zum Verbot 2003 in Antifouling-Anstrichen für Schiffe enthalten war. Weil dazu bis zwei Meter unter die Hafensohle gebaggert werden musste, ließ der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) den Hafen nach Absprache mit den Anrainern fluten. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass die Spundwände unter dem Druck der Ausbaggerungsarbeiten nicht nachgeben.

Da der Hafen über Halbmondwehle, Porrenkoog, Lagedeich-Sielzug und Mühlenau eine wichtige Funktion als Vorfluter hat, mussten an der Mühlenau und zum Porrenkoog hin Pumpen installiert werden. Sie sollten die Entwässerung des Hinterlandes sicherstellen. Nach Abschluss der Maßnahme werden diese nun nicht mehr gebraucht. Die Pumpe an der Mühlenau soll morgen zwischen 7 und 12 Uhr entfernt werden. In dieser Zeit muss die Ludwig-Nissen-Straße zwischen Zingel und Dankwertstraße gesperrt werden. Das Ordnungsamt bittet Verkehrsteilnehmer, diesen Umstand zu berücksichtigen und Ausweichstrecken zu wählen.

Nachdem das belastete Baggergut aus dem Boden entfernt wurde und nach dem TBT-Verbot auch keine neuen Verunreinigungen zu erwarten sind, kann diese Baustelle geschlossen werden. Das bedeutet aber nicht, dass nicht mehr gebaggert wird: Mit der Tide gelangen weiterhin Sedimente ins Hafenbecken. Fachleute sprechen von 100.000 Kubikmetern jährlich. Und alle paar Jahre müssen wieder gröbere Sedimente aufgenommen werden.

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