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Immobilienatlas : Husums Häuser werden immer teurer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Storm-Stadt wird für Auswärtige attraktiver, die küstennah einen Zweit- oder Alterswohnsitz suchen.

von
erstellt am 13.Okt.2017 | 10:00 Uhr

Wer sich in Husum eine Immobilie kauft, zahlt im Schnitt 15 Prozent mehr für das neue Haus oder die neue Wohnung als noch vor zwei Jahren. Das geht aus dem neuesten Immobilienatlas der Landesbausparkasse hervor. Während man in der Storm-Stadt 2015 knapp 1400 Euro pro Quadratmeter in einem Ein- oder Zweifamilienhaus berappt hat, sind es heute im Schnitt 1600 Euro. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen ist die Preissteigerung innerhalb der letzten zwei Jahre mit fast 20 Prozent noch höher. Wer jetzt eine Bestandswohnung kaufen will, muss mit 1590 Euro pro Quadratmeter rechnen, bei einer Neubauwohnung sind es 2500 Euro.

„In der Umgebung der Kreisstadt ist es inzwischen nicht mehr viel günstiger“, heißt es im Immobilienatlas: In Hattstedt, Hattstedtermarsch, Horstedt und Wobbenbüll sind die Häuser neun Prozent teurer als im Jahr 2015. Gut 1400 Euro zahlt ein Käufer im Schnitt für den Quadratmeter. Simonsberg taucht im Immobilienatlas nicht auf, da es dort derzeit keine Angebote auf dem Markt gibt. „Eigentumswohnungen und Neubauobjekte gibt es ebenfalls nur sehr wenige in den Gemeinden um Husum.“ Auch auf Pellworm und den Halligen seien kaum Objekte auf dem Markt. Die Häuser, die zum Verkauf stehen, sind im Schnitt etwas günstiger zu erwerben als Objekte in der Kreisstadt: Gut 1500 Euro kostet hier der Quadratmeter. Allerdings: Auch hier ziehen die Preise an – 16,5 Prozent mehr müssen Interessenten auf Pellworm, Hooge oder Langeneß mehr zahlen als vor zwei Jahren.

Husumer Makler erstaunt die Analyse der Landesbausparkasse nicht. „Das ist ein realistisches und erwartbares Ergebnis“, sagt Tanja Beyrau, Büroleiterin bei Engel & Völkers. Ein ausschlaggebender Grund für die Preissteigerung ist nach ihrer Wahrnehmung die steigende Zahl von Menschen, die sich an der Nordsee ein Feriendomizil, eine Zweitwohnung, einen Altersruhesitz oder schlicht eine Wertanlage kaufen wollen. Für sie wird auch Husum interessanter: „Wir sehen im aktuellen Immobilienatlas ja, dass die Preissteigerungen in St. Peter-Ording mit 30,2 Prozent innerhalb der vergangenen zwei Jahre enorm ist.“ Diese Entwicklung sei auch darin begründet, dass die Immobilienpreisen auf Sylt derartig angestiegen seien, dass potenzielle Käufer nach St. Peter-Ording abwandern. Und einige von ihnen sich auch für umliegende Orte wie Büsum oder auch Husum interessieren. Ohnehin sei die Storm-Stadt beliebt: „Die Menschen schätzen die Atmosphäre und die Tatsache, dass man von hier aus überall schnell hinkommt“, weiß die Maklerin. Dass Husum bei Zweitwohnungsbesitzern beliebter wird, beobachtet auch Wolfgang Horn von „Immobilien Nordsee-Häuser“: „Früher haben diese Menschen eigentlich nur an der Küste gesucht, jetzt suchen sie auch in den Städten.“

Für Otto Normalverdiener aus der Region, die sich ein Eigenheim in Husum kaufen wollen, wird die Luft angesichts dieser Entwicklung auf dem Immobilienmarkt natürlich dünner.„Es gibt in Husum auch Neubau-Objekte, bei denen der Quadratmeter 3000 Euro kostet“, weiß Horn, „die sind nicht für Menschen aus der Region gebaut, sondern für den Verkauf an Auswärtige.“

„Wer in der Stadt selbst ein bezahlbares Einfamilienhaus finden will, muss Geduld aufbringen“, sagt Beyrau auch , „allerdings finden sich im Umland immer noch bezahlbare Immobilen.“

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