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Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost : Husumer Wirtschaftsverein auf Wachstumskurs

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

165 Mitglieder und Tendenz weiter steigend: Die Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost spricht mit einer Stimme, die in Husum gehört wird. Die Jahresversammlung wurde bei der Firma Georg C. Hansen abgehalten.

Große Überraschungen gab es nicht auf der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost (IGO). Die größte war für die gut 80 anwesenden Mitglieder wohl der Gast des Abends: Henning Nielsen, der zaubernde Koch aus Dänemark, sorgte zum Abschluss der Veranstaltung noch einmal für spannende Unterhaltung.

Informativ und mit ungewohnten Einblicken hatte sie begonnen. Gastgeber Jan Friedrich Dehn – die Versammlung fand im Hause Georg C. Hansen statt – gewährte den IGO-Mitgliedern bei einer Betriebsführung einen Blick hinter die Kulissen seines Traditionsunternehmens, dessen Hauptstandbeine Haustechnik, Stahl und Werkzeuge noch durch den Fahrradhandel ergänzt werden. Die Gäste konnten sich in den großen Hallen ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Firma machen und erfuhren unter anderem, dass deren Lastwagen im nördlichen Schleswig-Holstein und im Süden Dänemarks frühmorgens vor Arbeitsbeginn schon die Handwerker und Baustellen mit dem Material versorgen, das tagsüber vor Ort gebraucht wird. „Unsere Kunden sind hauptsächlich die Profis“, erläuterte Dehn.

Nach einem wärmenden Teller Suppe wurde die Tagesordnung abgearbeitet. Die turnusmäßig anstehenden Wahlen brachten keine Veränderung im Vorstand. So wurden der Vorsitzende Ole Singelmann sowie die Beisitzer Dorothee Dirichs-Raudzus (in Abwesenheit), Dr. Thomas Ebel und Michael Grenz en bloc und einstimmig wiedergewählt. Anke Schäfer und Gunnar Rathmann werden auch weiterhin die Kasse prüfen.

In seinem Bericht verwies Ole Singelmann auf die ständig wachsende Zahl der IGO-Mitglieder. Derzeit sind es 165 Betriebe – mit steigender Tendenz. Damit hat sich die IGO mittlerweile zur größten Wirtschaftsvereinigung in der Storm-Stadt aufgeschwungen. „Wir werden gehört in den Gremien und Ausschüssen“, strich Singelmann die Bedeutung der Interessengemeinschaft hervor. So seien Vorstandsmitglieder bei der Messe Husum & Congress, bei der Tourismus- und Stadtmarketing Husum (TSMH), im Verein Infrastruktur Westküste zum Ausbau der Bundesstraße 5 und bei der Bürger-Breitband-Gesellschaft vertreten.

Im Rückblick erinnerte der Vorsitzende auch noch einmal an das Jubiläum der IGO im vergangenen Jahr. Das Fest zum 25-jährigen Bestehen war bei der Husumer Eiszeit als Familienveranstaltung mit mit mehr als 200 Gästen gefeiert worden.

Einziger Kritikpunkt und derzeitiger Hauptgrund zur Sorge sei, dass die Verteilung des IGO-Magazins derzeit nicht mehr gesichert ist. Der bisherige Service hatte mit dem Verweis auf die neue Mindestlohnregelung seine Dienste eingestellt, und trotz mehrerer Gespräche habe man sich bisher nicht auf eine neue gemeinsame Basis einigen können.

Positives gab es dagegen von der Husum-Card zu berichten. Mit der Einführung im vergangenen März habe man gehofft, binnen eines Jahres 10  000 Gutschein-Karten im Wert von 15, 25 oder 50 Euro absetzen zu können, so Singelmann. „Aber das haben wir schon in neun Monaten geschafft.“ Die Akzeptanz der Karte in der Bevölkerung sei hoch. Der IGO-Vorsitzende ermunterte alle Mitglieder, die noch nicht dabei sind, Einlösestelle für die Husum-Card zu werden und diese als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Viel Bewegung gebe es in der Bürger-Breitbrand-Netzgesellschaft: Löwenstedt ist erschlossen und Sollwitt und Behrendorf werden mit Unterstützung der örtlichen Windparks ausgebaut, beschrieb Singelmann den Stand der Dinge: Und konnte hinzusetzen, dass das Gewerbegebiet ebenfalls in den Startlöchern stehe.

Im Bereich Tourismus stimmte er in den allgemeinen Tenor mit ein: „Wir sehen die Gefahr, dass die Steuereinnahmen aus den erneuerbaren Energien in Zukunft rückläufig sein werden. Husum benötigt also den Tourismus als zweites Standbein, nutzt aber seine diesbezüglichen Möglichkeiten bislang nur ungenügend.“ Immerhin, so der Vorsitzende, habe das von Seiten der Wirtschaft so dringlich geforderte Tourismuskonzept für den Standort Husum mittlerweile Bewegung in die Angelegenheit gebracht.

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erstellt am 05.Mär.2015 | 08:00 Uhr

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