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Sensation im friesenstadion : Husumer SV trotzt VfB Lübeck Punkt ab

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Drei Wochen nach dem 3:2 gegen Holstein Kiel II haben die Fußballer der Husumer SV erneut für einen Paukenschlag gesorgt. Der Aufsteiger trotzte dem hohen Favoriten VfB Lübeck beim 1:1 (0:0) verdient einen Punkt ab.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die besonderen Momente scheinen sich die SH-Liga-Fußballer der Husumer SV für Spiele gegen vermeintlich übermächtige Gegner aufzusparen. Vor drei Wochen besiegten sie Holstein Kiel II 3:2, am Sonnabend beendete die Mannschaft von Trainer Malte Köster die Siegesserie des VfB Lübeck. Das 1:1 (0:0) gegen den hohen Favoriten vor 520 Zuschauern (Rekordkulisse im Friesenstadion) wurde gefeiert wie ein Sieg.

Lübeck war individuell stärker, hatte mehr Ballbesitz und die besseren Chancen – dennoch verdienten sich die aufopferungsvoll kämpfenden Nordfriesen den Punkt. „Wir haben kompakt gestanden und ihnen das Leben schwer gemacht“, freute sich Co-Trainer Andre Teubler. VfB-Co-Trainer Wolf Müller, der Denny Skwierczynski vertrat, befand: „Wir haben gewusst, dass es schwer wird. Beim 0:1 waren wir unkoordiniert und haben und auskontern lassen. Nach dem Ausgleich haben wir es verpasst, den Todesstoß zu setzen.“

Von Beginn an lief die Partie in eine Richtung. Der VfB band Husum in der eigenen Hälfte, erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht. Erste Gelegenheiten von Ahmet Arslan (15. Minute) und Dennis Voss (20.) waren die Folge. Husums Fans feierten jede Entlastung – der erste Torschuss (Salam Halawani/23.) wurde ebenso bejubelt wie der erste Eckstoß nach 31 Minuten.

Keeper Finn Hübner parierte gegen Tomek Pauer und Stefan Richter (35.), sein Gegenüber Jonas Toboll eröffnete den Gastgebern mit einem riskanten Ausflug aus dem Tor eine erste zarte Chance – Sebastian Lührs Flachschuss fiel jedoch zu harmlos aus. Stefan Richter traf das Außennetz (40.), Nils Lange zielte nach Sirmais-Vorarbeit knapp vorbei (45.) – dann war es aus Husumer Sicht überstanden, das 0:0 zur Pause hatte Bestand.

Und die gute Laune der HSV-Fans sollte sich kurz nach Wiederbeginn noch steigern. Clay Woitschätzke gewann ein Kopfballduell, bediente Sebastian Lühr. Der leitete weiter zu Halawani. Dessen Pass in die Schnittstelle der Abwehr fand den wieder einmal starken Jonas Cordts, der frei auf das Tor zulief und Toboll keine Abwehrchance ließ – 1:0, nach 47 Minuten war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. „Abpfeifen!“, forderten die Fans der Nordfriesen.

Die Freude über die Führung hielt nur sieben Minuten an. Mitverantwortlich war der ansonsten gute Finn Hübner, der nach einem Freistoß von Ahmet Arslan herauslief, den Ball aber nicht erwischte – Tomek Pauer köpfte zum 1:1 ein. Jetzt wackelten die Gastgeber. Pauer (60.) und Sirmais (62., Lattenschuss) hätten das Spiel drehen können. Malte Köster reagierte, brachte Henning Lorenzen als zusätzliche Absicherung, und Husum bekam wieder Zugriff.

Die Kräfte schwanden zwar (der souveräne Schiedsrichter Kai Voss zeigte in der letzten Viertelstunde vier Mal Gelb), doch das Bollwerk hielt – und beim Schlusspfiff war der Jubel riesengroß. Andre Teubler dachte nach dem neuerlichen „Bonuspunkt“ schon an die Zukunft: „Wir müssen dahin kommen, dass wir unsere Konterchancen noch besser nutzen, den letzten Pass noch präziser spielen.“

Und einen Sieger gab es doch noch. Der harte Kern der Husumer Fans, obwohl deutlich in Unterzahl, gab in punkto Lautstärke und Enthusiasmus klar den Ton an.

Husumer SV: Hübner – Herpel, Wullenweber, Harrsen, Nagel (46. Wetzel) – Jun (66. Lorenzen), Lühr, Woitschätzke, Hathat – Cordts (90.+1 Alla), Halawani.
VfB Lübeck: Toboll – Knechtel, Theißen, Steinfeldt, Marheineke – Lange (46. Wehrendt), Pauer, Voss – Arslan, Sirmais (68. Gottschalk), Richter.

Tore: 1:0 (47.) Cordts, 1:1 (54.) Pauer.

Schiedsrichter: Voss (Großhansdorf), souverän und gut. Zuschauer: 520. Beste Spieler: geschlossene Leistung/Wehrendt, Pauer.

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