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Finanzausschuss : Husumer Stadtvertreter fordert das Ende der Buckelpiste

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Kreis und Versicherungen verhandeln noch, wer die Kosten für die Reparatur am Zubringer zur B5 in welcher Höhe übernimmt.

Dass sich zeitnah auf der sogenannten Buckelpiste – dem im Herbst 2013 eröffneten Zubringer zwischen dem Husumer Hafen und der B5 – in absehbarer Zeit etwas tut, erwartet derzeit eigentlich keiner. Diese Resignation angesichts der seit Frühjahr 2015 gesperrten Straße offenbarte sich im jüngsten Husumer Finanzausschuss. Auf die Frage, wie es denn weitergehe, und was die Stadt Husum tun könne, damit endlich etwas passiert, antwortete Uwe Schmitz: „Wir machen gar nichts. Die Straße ist bekanntlich eine Kreisstraße und es gibt einen Rechtsstreit.“ Die Versicherungen der beteiligten Firmen seien sich mit dem Kreis nicht einig, welche Schadenshöhe die Versicherungen übernehmen. „Da werden jetzt viele Juristen bemüht und die Stadt, die Bürgerinnen und Bürger leiden“, so der Bürgermeister latent gefrustet. Man könne auf die Idee kommen, dass diese Zermürbungstaktik von Seiten der Versicherungen bewusst genutzt würde, wenn es um Projekte der öffentlichen Hand gehe: „Dass sie so lange auf Zeit spielen, bis der öffentliche Druck so groß ist, dass man sich mit einer geringeren Summe zufrieden gibt, nur, damit endlich etwas passiert.“

Mit dieser Antwort gab sich Horst Bauer (SPD) allerdings nicht zufrieden: „Es werden hier immer viele Krokodilstränen geweint. Aber es gibt durchaus andere Möglichkeiten, mit dem Problem umzugehen, als einen schlechten Vergleich anzunehmen.“ Beispielsweise könne der Kreis ein Beweissicherungsverfahren in Auftrag geben, dann die Straße schier machen lassen und sich im Nachhinein von den Versicherungen der Baufirmen das Geld zurückholen. Das sei möglicherweise ein langer Weg, aber dennoch möge die Stadtverwaltung nun „Druck beim Kreis“ machen, dass derartige Möglichkeiten geprüft werden. Uwe Schmitz sagte zu, diese Botschaft zu überbringen.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte Kreis-Sprecher Hans-Martin Slopianka, die Anwälte des Kreises und die der Versicherung der beteiligten Bauunternehmen seien beauftragt, einen Vergleich auszuhandeln. „Aufgrund des schwebenden Verfahrens können wir zurzeit leider keine tiefergehenden Auskünfte geben.“

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erstellt am 17.Jul.2017 | 10:00 Uhr

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