Bundeswehr : Husumer Soldaten in den Mali-Einsatz verabschiedet

<p>Mit einem Appell hat der Kommandeur des Spezialpionierregiments 164 „Nordfriesland“ am Donnerstag in Husum Soldaten in den Einsatz nach Mali verabschiedet.</p>
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Mit einem Appell hat der Kommandeur des Spezialpionierregiments 164 „Nordfriesland“ am Donnerstag in Husum Soldaten in den Einsatz nach Mali verabschiedet.

Mehr als 50 Angehörige des Spezialpionierregiments 164 "Nordfriesland" gehen in den Einsatz nach Westafrika - hochmotiviert, aber mit gemischten Gefühlen.

shz.de von
04. Februar 2016, 18:06 Uhr

Mit einem Appell wurden 58 Soldatinnen und Soldaten des in Husum stationierten Spezialpionierregiments 164 „Nordfriesland“ ins afrikanische Mali verabschiedet. Nachdem der Bundestag die Ausweitung des UN-Stabilisierungseinsatzes in Westafrika auf bis zu 650 Köpfe beschlossen hat, soll die Truppe aus der Storm-Stadt in Zusammenarbeit mit niederländischen Soldaten das dortige Feldlager Camp Castor ausbauen, damit es die Verstärkung aufnehmen kann. „Im Prinzip bauen wir eine komplette Kaserne auf“, sagte Kommandeur Oberst Thomas Groeters. Das für den Einsatz benötigte Material soll in Leipzig verladen und anschließend über Bamako zum Zielort Gao im Norden Malis transportiert werden.

Der Einsatz in Mali gilt als ähnlich gefährlich wie der in Afghanistan. Rebellen und Terroristen haben in der Region mehrfach Anschläge verübt und internationale Truppen angegriffen.

„Über die genaue Bedrohungslage vor Ort werden uns die Holländer informieren“, so Groeters. „Bringt mir die Truppe heil zurück“, ermahnte er die Führer des Kontingents. Husums Bürgermeister Uwe Schmitz und Bürgervorsteher Peter Empen übergaben den Soldaten ein Ortsschild, das sie in Afrika an die Heimat erinnern soll. 

Die Soldaten selbst sind hochmotiviert: „Ich bin stolz darauf, beim ersten Kontingent dabei sein zu dürfen und freue mich auf  die Herausforderungen, die auf mich zukommen“, sagt der 28-jährige Feldwebel Falko H. Und der 30-jährige Stabsunteroffizier Frank W. ergänzt: „Man trennt sich lange von zu Hause und fliegt daher auch mit gemischten Gefühlen los. Aber auch für mich ist die Zugehörigkeit zum ersten Kontingent etwas Besonderes.“

(mit dpa)

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