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Daumen drücken : Husumer reist zur Mathe-Olympiade

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein 15-jähriger Gymnasiast aus Husum hat sich auf Kreis- und Landesebene zum Sieg gerechnet: Nun darf er zum Bundesentscheid der Mathematik-Olympiade in Jena.

Am Sonntag macht sich Matthias Richter auf den Weg ins thüringische Jena. Dort findet Anfang kommender Woche die Bundesrunde der 55. Mathematik-Olympiade statt. Und für die hat sich der 15-jährige Mathe-Fan im Herbst und im Frühjahr bei den Kreis- und Landeswettbewerben in Niebüll und Neumünster mit Bravour qualifiziert.

Außer ihm reisen noch elf weitere schleswig-holsteinische Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12 nach Jena. Sie kommen aus Lübeck, Kiel, Kronshagen, Geesthacht, Glückstadt, Eutin, Neumünster, Rendsburg und Wentorf.

Matthias Richter besucht derzeit die 9. Klasse der Theodor-Storm-Schule (TSS) und allein seine Teilnahme an dieser Olympiade ist für Rektorin Sibylle Karschin eine reife Leistung. Sie hat den plietschen Schüler anfangs noch selbst in Mathematik unterrichtet, als er vor vier Jahren aus München kommend an ihre Schule wechselte. Gerne erinnert sie sich an seine hochintelligenten Fragen zu den gestellten Aufgaben. „Als Lehrkraft merkt man sofort, wenn jemand nicht nur mit Begeisterung bei der Sache ist, sondern auch die nötigen intellektuellen Fähigkeiten mitbringt“, sagt sie.

Als Mathematikerin freut es sie und seinen derzeitigen Mathelehrer Gernot Albertsen besonders, dass es erstmals ein TSS-Schüler geschafft hat, sich für die Bundesrunde zu qualifizieren. Auch Ute Mörs als TSS-Koordinatorin der Mathe-Olympiade hofft, dass der 15-Jährige neben seinem Wissen die gewohnte Coolness und das bewusste Quäntchen Glück haben wird, wenn er am Montag und Dienstag von 8.30 bis 13 Uhr über den komplexen Textaufgaben sitzt. „Die haben es wirklich in sich“, weiß sie. „Dabei geht es nicht nur darum, die richtige Lösung zu finden. Ich muss auch den Rechenweg logisch erklären können“, ist sich der Schüler bewusst. Bei der Frage, von wem er sein Talent hat, fällt er mit einem verschmitzten „Ja, mei“ nochmal kurz ins Bayerische zurück: „Da bin ich schon der Einzige in der Familie, der Mathe so richtig spannend findet.“

Spannend bleibt es nun noch bis Mittwochmorgen: Denn dann erst wird das Ergebnis des Bundesentscheids in der Aula der Jenaer Friedrich-Schiller Universität verkündet. Die Frage, ob Matthias Richter Chancen sieht, einen Siegertitel mit nach Husum zu bringen, ist für ihn eher zweitrangig. Er freut sich vor allem darauf, viele Gleichgesinnte zu treffen. Und auf das vielfältige Rahmenprogramm, das neben allerlei Spiel-, Spaß- und Sportausflügen auch einen Besuch im Planetarium, in der Imaginata und im Zeiss-Werk beinhaltet.

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