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Start im April : Husumer Neustadt mit Gegenverkehr

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die einjährige Testphase beginnt jetzt erst nach dem Krokusblütenfest. Zudem sind Anregungen der Anwohner in die Planungen der Stadt eingeflossen.

Eigentlich sollte die einjährige Testphase des Zwei-Richtungs-Verkehrs auf der Neustadt ja schon Anfang dieses Monats gestartet sein. „Aber wir haben uns entschlossen, mit dieser gravierenden Änderung erst nach dem Krokusblütenfest zu kommen und beginnen jetzt Anfang April“, so Ordnungsamtsleiter Malte Hansen. Zumal seien noch die Anregungen aus der Anliegerversammlung vom 20. Januar eingeflossen, die Hansen den Mitgliedern des Bauausschusses kurz vorstellte.

Im Rahmen des Mobilitätskonzepts Innenstadt 2025 soll die Neustadt, die bis 1964 als Durchgangsstraße für den Fernverkehr herhalten musste und zur Verkehrsberuhigung seitdem nur noch in eine Richtung befahrbar ist, ihren Einbahnstraßen-Status wieder verlieren. „Denn der Verkehr dort hat seit Fertigstellung der Westtangente vor drei Jahren erheblich abgenommen und ist von täglich 6000 auf 3300 Fahrzeuge gesunken“, sagte Hansen.

Die meisten Bedenken seien zur Regelung für Dauerparker an die Verwaltung herangetragen worden: „Deswegen haben wir uns entschieden, zusätzlich zu den Stellplätzen auf der Ostseite am Husumhus auch auf der westlichen Seite der Straße im Bereich Neustadt 98 bis 106 zehn weitere Stellplätze für Dauerparker einzurichten.“ Damit würden im Rahmen des Zwei-Wege-Konzeptes 40 derartige Parkplätze vorgehalten – für 45 bis 60 tägliche Dauerparkern, die die Stadt gezählt habe. „Über Nacht bis sieben Uhr morgens ist ja auch der Parkplatz am Kreishaus noch nutzbar. Und die Dauerparkplätze im Neustadt-Bereich, der Einbahnstraße bleibt, werden gar nicht angefasst.“

Die Einfahrt von Norden her werde nicht nur für Lastwagen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, sondern entsprechend auch für Busse verboten, so Hansen weiter. Und die Verengung der sonst acht Meter breiten Straße im Bereich des Wasserturms bleibe im Rahmen der Schulwegsicherung erst einmal bestehen. „Wir beobachten das. Wenn das dort große Probleme gibt, steuern wir nach.“

Insgesamt belaste die Testphase den Stadt-Etat mit 3000 Euro, schloss Hansen. „Das sind Kosten für die Arbeit des Kommunalen Servicebetriebs Husum, für Verkehrsschilder und so weiter.“

Die durchgängige Befahrbarkeit der Neustadt in Richtung Süden für Fahrradfahrer stehe ebenfalls weiterhin auf der Agenda der Verwaltung. „Aber hier sind wir einfach noch nicht so weit“, sagte Hansen. Für die Kreuzung mit der Nordbahnhofstraße und dem Quickmarkt müsse eine funktionierende Verkehrsführung her, und die wolle gut überlegt sein. „Denn wenn ein Radfahrer da jetzt einfach so kreuzt, nimmt er immer dem von rechts kommenden Verkehr die Vorfahrt.“ Auch Bürgermeister Uwe Schmitz gab zu: „Wir haben hier noch keine echte Lösung, was die Radfahrer angeht.“ Der Forderung von Alfred Mordhorst (CDU), Anwohnerparkplätze für die Gurlittstraße einzurichten, erteilte der Verwaltungschef eine Absage: „Wenn wir das da machen, dann kommen auch andere und wollen dasselbe.“

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erstellt am 04.Mär.2016 | 15:00 Uhr

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