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Krokusblütenfest : Husum in lila: „Das erste Ausrufezeichen des Frühlings“

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Husum verwandelt sich im Frühling in ein Blütenmeer und lockt Besucherscharen zum traditionellen Krokusblütenfest.

Husum | Das traditionelle Krokusblütenfest hat mit geschätzt vier Millionen Krokussen bei strahlendem Sonnenschein reichlich Farbe nach Husum gebracht. „Der Schlosspark blüht und alle freuen sich über das erste Ausrufezeichen des Frühlings“, sagte Peter Cohrs, Vorsitzender der Husumer Werbegemeinschaft am Sonntag.

Entgegen aller Wettervorhersagen sorgte strahlender Sonnenschein für volle Straßen. Das „Blütenwunder“ lockt seit Jahrhunderten Blumenliebhaber an die raue Nordseeküste. „Gefühlt war ganz Schleswig-Holstein zu Besuch“, sagte Cohrs. Bei dem Stadtfest wurde am Wochenende zudem die 20. Krokusblütenkönigin gewählt, die ein Jahr lang die Stadt repräsentiert.

Historisch gesehen, ranken sich Mythen um die Krokusblüte in Nordfriesland: Sie wurde irrtümlich für Safran gehalten, weshalb Mönche sie im 15. Jahrhundert anbauten, um sie für die Einfärbung ihrer Gewänder zu benutzen. Eine andere Legende besagt, dass Herzogin Marie Elisabeth sie Mitte des 17. Jahrhunderts anpflanzte, um den Safran als Gewürz für ihre Zuckerbäckereien zu nutzen.

Beide lagen jedoch falsch: Die Krokusse in Husum sehen zwar den Safran-Krokussen ähnlich, besitzen jedoch keine Blütennarben, aus denen man Safranfäden gewinnen kann.

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erstellt am 20.Mär.2016 | 17:27 Uhr

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