Kripo ermittelt : Husum: Gewaltsame Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen

Vermisste Geschwister gefunden.
Vermisste Geschwister gefunden.

Am Wochenende gerieten in Husum Gruppen junger Männer mehrfach brutal aneinander.

shz.de von
10. September 2018, 15:12 Uhr

Die Polizei in Husum wurde am Wochenende zu mehreren Konflikten zwischen von Jugendlichen und Heranwachsenden gerufen. Hauptsächlich waren syrische, irakische und afghanische Flüchtlinge an den Auseinandersetzungen beteiligt, heißt es in einer Polizeimitteilung. Die Hintergründe werden derzeit ermittelt.

Am Freitagabend gegen 22.40 Uhr fand in Höhe des Rathauses eine Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Gruppen statt. Ein 20-Jähriger und ein 18-Jähriger wurden durch Schnittverletzungen leicht verletzt. Neben Messern sollen auch Schlagwerkzeuge zum Einsatz gekommen sein. Die Angaben zu den beteiligten Personen variieren aufgrund unterschiedlicher Zeugenaussagen zwischen zehn und 30 Personen. Kurze Zeit später, am Sonnabend gegen 1 Uhr morgens drangen vier Personen in eine von Afghanen bewohnte Wohnung in Hattstedt ein. Auf beiden Seiten waren Personen aus der Auseinandersetzung vom Rathaus beteiligt.

Am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr wurde in der Norderstraße in Husum ein 19-Jähriger von einem Gleichaltrigen und einer weiteren Person zunächst mit einem Fahrzeug verfolgt. Anschließend versuchten sie, den Flüchtenden mit einem Baseballschläger zu schlagen. Am Sonntagabend gegen 20.10 Uhr wurden in der Bredstedter Straße drei junge Männer von anderen Personen mit Schlagstöcken geschlagen. Alle diese Vorfälle dürften miteinander zusammenhängen, heißt es von der Polizei. Die Hintergründe dafür dürften in einem länger schwelenden Konflikt zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen liegen. Das Polizeirevier Husum reagierte damit, mehr Beamte auf Streife zu schicken. Die Kriminalpolizei Husum hat die Ermittlungen übernommen. Hinweisgeber und Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer: 04841/830 0 zu melden

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert