Tag der Städtebauförderung : Husum – eine Stadt verändert sich

Jörg Schlindwein (l.) und Uwe Schmitz stellen das Veranstaltungsplakat vor.
Jörg Schlindwein (l.) und Uwe Schmitz stellen das Veranstaltungsplakat vor.

Die Storm-Stadt auf dem Weg in die Zukunft: Am Sonnabend, 9. Mai, gibt es eine große Informationsveranstaltung im Rathaus und zwei Führungen zum Thema Sanierung.

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04. Mai 2015, 16:00 Uhr

Es hat ein bisschen was von der Agenda 21: global denken – lokal handeln. Nur dass das Globale in diesem Fall auf die Bundes- und Landesebene reduziert bleibt. Mit dem Tag der Städtebauförderung wollen Bund und Länder Städten und Gemeinden Gelegenheit geben, ihre Städtebau-Projekte öffentlich vorzustellen, aber auch Bürger ermuntern, sich aktiv an diesen Prozessen zu beteiligen. So jedenfalls steht es auf der gleichnamigen Internetseite zu lesen. Knapp 600 Kommunen beteiligen sich an der Auftaktaktion, die fortan jedes Jahr stattfinden soll. Auch Husum macht mit.

„Wie wir diesen Tag am Sonnabend, 9. Mai, gestalten, ist uns freigestellt“, sagt Jörg Schlindwein von der Bauverwaltung. Und Bürgermeister Uwe Schmitz macht deutlich, dass bei der gegenwärtigen Personalsituation und den vielen Baustellen, um die sich die Verwaltung zu kümmern habe, eine Beteiligung nicht selbstverständlich sei. Nichtsdestoweniger hätte das Bauamt die Aktion ausdrücklich begrüßt und daher auch die personellen Ressourcen locker gemacht, um sie zum Erfolg zu führen.

Dreh- und Angelpunkt des Tages der Städtebauförderung, der unter dem vielsagenden Motto „Findet. Stadt.“ steht, ist von 11 bis 16 Uhr das Rathaus. Dort erwarten die Besucher neben Kaffee und Kuchen vielfältige Informationen zum Thema Städtebauförderung in Vergangenheit und Gegenwart. Schlindwein erinnert in diesem Zusammenhang an die Sanierung der Innenstadt sowie die Umgestaltung des Gebiets rund um den Binnenhafen in den Jahren 1982 bis 2010. In einer Ausstellung wird gezeigt, wie sich einzelne Häuser, aber auch ganze Straßenzüge und Quartiere verändert haben.

„Ich habe ja noch erlebt, wie die Stadt vor der Umgestaltung der Hafenstraße und vor dem Bau der Klappbrücke ausgesehen hat“, sagt Schlindwein im Rückblick. Und auch Schmitz glaubt, dass so ein Vergleich schon deshalb wichtig ist, „weil vielen gar nicht mehr so bewusst sein dürfte, was sich in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten alles getan hat“.

Wie es mit dem Städtebau weitergehen soll, ist natürlich ebenfalls Thema, kündigte Schlindwein unter Hinweis auf die Neugestaltung der Wohnsiedlung in Hockensbüll im Rahmen des Stadtumbaus West sowie der Oberen Neustadt als Teil des Förderprogramms Soziale Stadt an. Beim Thema Hockensbüll werden sich auch die Gewoba und die Stadtwerke Husum zu Wort melden – erstere, weil es einst ihre Fläche war und sie rund ein Drittel wieder bebauen wird, letztere wegen ihres Energiekonzepts für das Gesamtgebiet (wir berichteten). Bei dieser Gelegenheit ließ Schmitz auch durchblicken, dass es für die neue Wohnsiedlung Hockensbüll bereits mehr als doppelt so viele Anfragen wie Bauplätze gebe.

Weitere Höhepunkte der Veranstaltung, die um 12 Uhr durch Bürgervorsteher Peter Empen eröffnet wird, sind zwei Stadtführungen mit Bauamtsmitarbeiter Peter Ketelsen, die sich ab 13 und 14.30 Uhr speziell der Städtebausanierung widmen werden. Kleine Besucher bekommen Gelegenheit, mit Knetgummi ihre Spielplätze zu modellieren, während Bauamts-Mitarbeiter den „Großen“ Rede und Antwort zu Fragen der Städtebauförderung stehen werden.

Und damit die Bürger schon am Vorabend sehen, dass dieser Tag der Städtebauförderung ein Tag für alle Husumer sein soll, werden der Speicher und das Rathaus mit Einbruch der Dunkelheit in bunter Farbenpracht erstrahlen. Die Künstler-Gruppe Metzler-Projekte macht es möglich.

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