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Meilenstein für Filmfreunde : Husum bekommt ein Programmkino

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Enthusiasten haben eine Initiativgruppe für Filmkunst aus der Taufe gehoben, die das Kulturleben der Stadt von September an um ein Programmkino bereichern will. Am Programmkino-Abend soll es einen Vorfilm und eine Einführung in den jeweiligen Streifen geben.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Das Programm fürs erste Vierteljahr steht: Grund genug für Stephan Hartung, Ehefrau Sylvia Marksteiner-Hartung, Verena Mesch, Angela Reinhard, Uwe Herms und Uli Heid, sich erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren. Vor Wochen schon haben sich die sechs Film-Enthusiasten zusammengetan, um eine Initiativgruppe für Filmkunst aus der Taufe zu heben. Als Film-Klub im Kino-Center Husum wollen sie das Kulturleben der Stadt von September an um ein Programmkino bereichern.

Vieles von dem, was so ein Kino im Kino auszeichnet, gibt es in Husum zwar schon, sagt Kino-Besitzer Stephan Hartung, „weil wir von jeher auf Kooperationen gesetzt haben“. Die Kino-Gemeinschaften der Altenbegegnungsstätte oder des Sozialverbandes und der Arbeiterwohlfahrt haben in der Neustadt 114 genau so ihren Platz wie gemeinsame Veranstaltungen mit dem Verein für Städtepartnerschaften oder der Deutsch-Französischen Gesellschaft. In diesem Jahr kam die erste Schulkinowoche des Internationalen Naturfilm-Festivals Green Screen hinzu. Und auch an den Husumer Filmtagen – nach den Nordischen Filmtagen in Lübeck das größte norddeutsche Filmfestival – beteiligt sich das Kino-Center, seit es sie gibt, also seit 29 Jahren. All das war auch einer der Gründe, warum Hartungs Betrieb vier Mal mit dem Kinopreis Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde.

„Aber ein Programmkino ist natürlich noch wieder etwas anderes“, räumt Hartung ein. Und so brauchte es auch keine große Überzeugungsarbeit, um ihn für dieses neue Vorhaben zu begeistern. „Geeignete Filme gibt es mehr als genug“, sagt Angela Reinhard. „Aber wir haben natürlich einen gewissen kulturellen Anspruch“, ergänzt Uwe Herms. Das bedeute allerdings nicht, dass im Programmkino nur Problemfilme zu sehen seien. Wichtiger sind den Klub-Mitgliedern da schon Rahmen und Präsentation: So soll es am Programmkino-Tag – vorgesehen ist jeder zweite und vierte Dienstag im Monat – einen Vorfilm und eine Einführung in den jeweiligen Streifen des Abends geben. Auch thematische Reihen oder die Präsentation von Stummfilm-Perlen mit Musikbegleitung wurden angedacht. Und natürlich wird der Film-Klub – soweit möglich – auf aktuelle Entwicklungen eingehen oder wichtige Dokumentationen zeigen.

Eröffnet wird das Programmkino am 9. September mit dem Film „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kechiche, der bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2013 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Die Handlung basiert auf dem gleichnamigen französischen Comic von Julie Maroh. Aber auch das weitere Programm bis zum Jahresende steht bereits (siehe Info-Box).

Bis Ende des Jahres soll der Film-Klub in der jetzigen Form fortgeführt werden. „Als Initiativgruppe wollen wir das Baby erst einmal zum Laufen bringen“, fasst Uli Heid den aktuellen Stand der Diskussionen zusammen. Im kommenden Jahr soll dann ein Verein gegründet werden. Wer von 2015 an dabei aktiv mitmachen möchte, kann sich aber schon beim nächsten Kino-Besuch vormerken lassen. Und auch dem Flyer, der neben einer Programmübersicht sowie zusätzlichen Informationen zu den Filmen und zum Programmkino selbst enthalten wird, soll ein entsprechendes Formular beigelegt werden.

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