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Heute ist „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“ : „Hunde hellen einfach die Laune auf“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Wenn die Belegschaft durch Vierbeiner verstärkt wird: Bei der Firma Wesemann in Husum sorgen gleich zwei Labrador-Retriever für ein tierisch gutes Arbeitsklima.

Heute ist der „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“. Ins Leben gerufen hat ihn Pet Sitters International, die größte Vereinigung von Tier-Sittern. Auch in Deutschland dürfen heute Hunde Frauchen oder Herrchen begleiten, wenn das Geld für ihr Futter verdient wird. In Husum haben wir eine Ausnahme entdeckt: In der Firma Wesemann dürfen zwei glückliche Vierbeiner jeden Tag mit zur Arbeit: Und das ist gut für das Betriebsklima.

Louis und Snoopy haben einen Teilzeitjob. Sie sind nur vormittags mit Frauchen Birte Schrader im Büro des Optik-, Uhren- und Schmuck-Geschäftes Wesemann. Nachmittags bewachen die goldgelben Labrador-Retriever nach einstündigem Gassigang die Wohnung im Obergeschoss des Geschäftshauses in der Norderstraße. Die Brüder sind mit fünf Jahren im besten Hundealter und „ein Herz und eine Seele“, schwärmt die Junior-Chefin von ihren vierbeinigen Ägyptern.

Louis und Snoopy sind in Kairo in einem deutschen Zuhause zur Welt gekommen. „Da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich beide Rüden mitgenommen. Damals waren sie fünf Monate alt. Sie sind wie Tag und Nacht: Louis ist superaktiv und wachsam – Snoopy manchmal ängstlich und eher der gemütliche Typ.“ Ihre Kite-Leidenschaft hatte Birte Schrader für sieben Jahre ans Rote Meer verschlagen: in die Tourismus-Stadt Hurghada. Dort leitete die Nordfriesin die Station einer Kite- und Surfschule.

Die Hunde waren drei Jahre alt, als es ihr Frauchen zurück in die Heimat zog. Groß geworden in der Hitze Ägyptens, sind Louis und Snoopy Sonnenanbeter geblieben – „Schnee und Regen finden sie immer noch komisch“. Die erste Zeit sei für die Retriever eine „Explosion der Sinne“ gewesen: „Sie kannten zum Beispiel keine viel befahrenen Straßen und kein Grün“, erzählt Birte Schrader.

Die 34-Jährige ist eine Hundenärrin. Und das liegt in der Familie. Mutter Ingrid Wesemann hatte früher den schwarzen Labrador-Retriever Simba an ihrer Seite – und der durfte sich in der Firma über die Gesellschaft von Border-Collie-Hündin Laika freuen, die einer Tante gehörte. Seit 2006 ist Simba im Hundehimmel. „Und davor gab es Conny, eine Collie-Hündin.“

Der Laden sei für die Hunde tabu, betont Birte Schrader. „Louis und Snoopy sind ausschließlich mit im Büro. Mal liegt der eine, mal der andere auf dem Beobachtungsposten vor der offenen Tür, die in die Werkstatt führt. Dorthin dürfen sie ab und zu.“ Natürlich hat ein liebes Frauchen Decken und einen Flickenteppich für die vierbeinigen Familienmitglieder ausgelegt. Wasser, Leckerlis und Spielzeug gehören ebenfalls zur Büroausstattung im Hause Wesemann.

Wird in Einstellungsgesprächen mit potenziellen Mitarbeitern die Qualifikation Hundeliebe abgeklopft? „Ja, im Grunde schon“, lacht Birte Schrader. „Aber es genügt, wenn jemand unsere Vierbeiner respektieren kann.“ Von den meisten der zurzeit rund 20 Beschäftigten bekommen Louis und Snoopy mehr als Respekt: nämlich Streichel- und Spieleinheiten. Dafür schauen einige Zweibeiner auch mal kurz im Büro vorbei – eine Unterbrechung, die sogar die Konzentration fördern soll, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Birte Schrader findet, dass Hunde etwas Tröstendes an sich haben – „ob man nun traurig ist oder nicht“. Schon deren bloße Anwesenheit sorge für ein entspannteres Betriebsklima. „Hunde“, so weiß die Junior-Chefin, „hellen einfach die Laune auf.“

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erstellt am 23.Jun.2017 | 15:00 Uhr

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