Nordstrand : Hüttenweg – Ende einer Holperpiste

Ein viel befahrener Flickenteppich: Der Hüttenweg zum Holmer Siel auf der Halbinsel Nordstrand wird von Rad- und Autofahrern häufig und gerne genutzt.
1 von 2
Ein viel befahrener Flickenteppich: Der Hüttenweg zum Holmer Siel auf der Halbinsel Nordstrand wird von Rad- und Autofahrern häufig und gerne genutzt.

Im Herbst soll ein 1,2 Kilometer langer Abschnitt für 429.000 Euro erneuert und verbreitert werden. Auch die Dachsanierung an der Herrendeichschule ist beschlossen.

von
15. Juni 2018, 17:00 Uhr

Hier tummelt sich alles: Fahrräder, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Schulbusse, Autos – und noch einmal Fahrräder. Der Hüttenweg ist als Verbindung zum Holmer Siel und der Badestelle dort sehr beliebt und hat daher zudem eine hohe touristische Bedeutung – aber er ist auch marode und für seine Auslastung viel zu schmal. Das muss sich ändern, denn insbesondere die landwirtschaftlichen Fahrzeuge werden immer schwerer und breiter. „Der Hüttenweg soll nach heutigen Gesichtspunkten und Anforderungen saniert und ausgebaut werden“, berichtet Nordstrands Bürgermeister Werner-Peter Paulsen. Während das erste östliche Stück bis nahe der Stöpe schon fertig ist, steht nun der 1,2 Kilometer zweite Abschnitt an. 429.000 Euro beträgt die Investitionssumme, knapp mehr als die Hälfte davon – 214.700 Euro – übernimmt die Aktiv-Region. Finanzielle Hilfe erhofft Nordstrand sich auch noch von anderer Seite. „Wir haben ebenfalls beim Innenministerium in Kiel Mittel aus einem Förderprogramm beantragt. Dabei handelt es sich um Sonderbedarfszuweisungen aus FAG-Mitteln.“ Das wären dann 130.000 Euro, den Rest in Höhe von 84.400 Euro müsste die Kommune tragen.

Planung und Ausschreibungen (sie ist bereits angeschoben) laufen über das Bauamt der Kreisverwaltung. „Im Herbst, vermutlich im September, soll die Maßnahme dann umgesetzt werden“, sagt Paulsen. Vorher aber wird es mit den Anliegern und Anwohner noch Gespräche geben, denn eine zeitweilige Vollsperrung des Hüttenweges ließe sich nicht vermeiden.

Zweites großes Thema ist die Herrendeichschule. „Ein Teilabschnitt des Gebäudedaches ist energetisch durchlässig“, berichtet der Bürgermeister. Die Sanierung habe man zur Förderung angemeldet. „Schon drei Tage nach Antragstellung hatte ich die Bewilligung in meinem Postfach.“ Kosten der Maßnahme: 75.127 Euro, die Förderquote beträgt 84,13 Prozent. Verbleibt ein Rest von 11.933 Euro für die Kommune. Paulsen freut sich über die hohe Förderung, die der Gemeinde in Aussicht gestellt wurden. „So etwas kommt nicht von selbst.“

Für die Herrendeichschule wird derzeit ebenfalls ein Brandschutzkonzept erarbeitet. Die Investitionssumme ist mit 810.000 Euro gewaltig. „Aber wir sind uns alle einig, sie ist lebenswichtig für die Kinder in der Schule.“ Auch das Land sieht es so, habe bereits eine Zusage für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn gegeben.

Bei all den abgeschlossenen Projekten, wie dem fertigen Klimadeich, der neuen Heizung für das Kurmittelhaus, aber auch den noch anstehenden Maßnahmen, müsse man das große Ganze sehen, so Paulsen: „Wir müssen nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen denken.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen