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Die Stadtwerke Husum Netz : Hüter des Husumer Wassers

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Gewissenhafte Mitarbeiter und stete Investitionen sichern die Versorgung in Stadt und Region. Die Trinkwasserverordnung legt genau fest, welche Kontrollen wie oft durchgeführt werden müssen.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 21:00 Uhr

Frisch, weich, gut: So fließt in Husum und Mildstedt das Trinkwasser aus dem Hahn, bis zu 7000 Kubikmeter jeden Tag – das sind sieben Millionen Liter oder 4500 Badewannenfüllungen. „Stete Investitionen in Wassergewinnung, technische Anlagen und das Netz sowie gut ausgebildete und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sorgen dafür, dass man in Husum und Umgebung sauberes Wasser direkt aus dem Hahn trinken kann – wie in ganz Deutschland“, sagt Norbert Jungjohann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum Netz GmbH und damit Herr über die Trinkwasserversorgung der Storm-Stadt. „In vielen anderen Ländern der Erde ist das undenkbar.“ Immer noch haben 700 Millionen Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, so der 54-Jährige.

Rund 50 Mitarbeiter hat die Husum Netz, davon sind sieben täglich für das Trinkwassersystem im Einsatz. Unter ihnen sind auch drei Auszubildende, die gemeinsam mit erfahrenen Kollegen dafür sorgen, dass das Husumer Trinkwasser heute und morgen zuverlässig aus dem Hahn kommt.

In Deutschland ist Trinkwasser das am besten kontrollierte Lebensmittel. Regelmäßig entnehmen die Mitarbeiter der Husum Netz Wasserproben und senden diese in unabhängige Labore. Dort werden die Proben auf ihre chemischen und biologischen Inhaltsstoffen untersucht, um sicherzustellen, dass das Trinkwasser keine Keime enthält, geschmacklich einwandfrei ist und die gesetzlich festgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Die Trinkwasserverordnung legt genau fest, welche Kontrollen wie oft durchgeführt werden müssen.

Das Wasser für die Bürgerinnen und Bürger Husums sowie Mildstedts stammt vom Wasserwerk Mildstedt. Das ist seit 114 Jahren in Betrieb und hat schon etliche Modernisierungen hinter sich. Über zwölf Brunnen wird Grundwasser aus einer Tiefe zwischen 60 und knapp 130 Metern gefördert, aufbereitet und kontrolliert, bevor es in zwei große Vorratsbehälter fließt. Dort steht das Trinkwasser dann bereit für seine Reise zum Verbraucher. Sobald irgendwo jemand den Hahn aufdreht, fließt es dorthin durch das 140 Kilometer lange Leitungsnetz.

Die Husum Netz wartet die Leitungen regelmäßig und erneuert seit Jahren nach und nach ältere Abschnitte. „Wir arbeiten im Rahmen eines übergreifenden Gesamtkonzeptes“, erklärt Jungjohann. „Die Prioritäten richten sich nach Bedeutung der Leitung, der Zahl der dortigen Abnehmer und dem Zustand. Irgendwann wird jedes Material müde.“

Ein Großteil der alten Gussrohre ist bereits durch moderne Kunststoffrohre ersetzt. Im vergangenen Jahr hat die Husum Netz für den Leitungsneubau rund eine Millionen Euro aufgewendet, darunter auch für die Erneuerung der Hauptleitung in der Osterhusumer Straße. „In diesem Jahr werden es 1,3 Millionen Euro sein, die wir in die Wasserversorgung stecken“, informiert der Geschäftsführer. „Rund 250  000 Euro sind für neue Brunnen, der Rest für die Erneuerung weiterer Netzabschnitte.“

Wasser sei für Mensch und Tier überlebensnotwenig, betont Norbert Jungjohann. „Deshalb müssen wir ganz besonders darauf aufpassen.“ In allen deutschen Flächenländern ist der Nitrateintrag in den Boden durch Gülle und Dünger aus der Landwirtschaft sehr hoch, das gefährdet das Grundwasser. Mit einem Förderprogramm hilft Schleswig-Holstein deshalb den Landwirten bei der Umstellung auf umweltschonende Düngetechniken. Die Husum Netz zahlt ihnen zum Beispiel einen Ausgleich, wenn sie weniger Dünger auf ihre Felder ausbringen. Dazu zählt neben chemischen Stoffen auch Gülle. Das Einzugsgebiet für das Husumer Grundwasser umfasst 25 Hektar und befindet sich im Geestrücken östlich der Stadt.

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