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Husumer Nachrichten

19. Oktober 2017 | 02:56 Uhr

Schwesing : Hühnermist für die Biogasanlage

vom

Schwesinger Gemeindevertretung tagte: Anlage wird Ende des Jahres in Betrieb gehen.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 08:10 Uhr

Schwesing | Zur letzten Sitzung in dieser Wahlperiode - ausnahmsweise im Feuerwehrhaus, trat der Gemeinderat vollzählig an. Bereits in der vorausgegangenen öffentlichen Anhörung zum Thema Windpark hatte Thomas Tesatz von der Jübeker Firma "eff-plan" Einwohnerfragen beantwortet. Weitere Fragen betrafen den zur geplanten zwei MW-Biogasanlage zu liefernden Hühnermist aus Niedersachsen. Ausschuss-Vorsitzender Udo Lohr: "Es trifft nicht zu, dass da tote Hühner enthalten sein werden - Tierkörper sind laut Vertrag ausgeschlossen." Weitere Nachfrage: "Wo bleibt der perlierte Hühnermist anschließend?" Lohr: "Geplant ist, dass der nach Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern zurückgeht. Die beladenen und leeren Anlieferfahrzeuge werden die Biogasanlage ausschließlich über die B 200 anfahren und verlassen." Die Anlage soll Ende 2013/Anfang 2014 in Betrieb gehen.

Gemeinderat Thomas Bahnsen kritisierte die Lärmbelästigung durch die Rettungshubschrauber auf dem Flugplatz und riet zu Gesprächen mit der Luftrettung. Entgegnung von Udo Lohr: "Die Frage muss doch lauten, welches Konzept der Flugplatz plant. Was da passiert, haben wir ja bisher nur aus der Zeitung erfahren." Bürgermeister Wolfgang Sokoll zitierte den Flughafenchef Hasso von Dammann, "dass da zurzeit eine Crew eingeübt werde". Kritik von Bahnsen: "Die werden da ständig üben." Nun teilte Schwesings Feuerwehrvizechef Helmut Thomsen mit, "dass dort zurzeit Piloten und Co-Piloten ausgebildet werden". Aufgrund der dort täglich "zwei bis drei übenden Rettungshubschrauber" sah Udo Lohr Gesprächsbedarf. Die auf dem Flughafen übenden Rettungshubschrauberteams seien nur für den offshore-Einsatz da, erklärte Thomsen.

Wehrführer Stefan Hansen trug dann zur gemeinsamen Geburtstagsfeier der vier Wehren Schwesing, Immenstedt, Oster- und Wester-Ohrstedt vor, die ihren jeweiligen 125. Geburtstag zu viert am 12. und 13. Juli 2014 gemeinsam feiern wollen. Am Ende seine Bilanz: "Kostenpunkt pro Gemeinde etwa 5000 Euro." Udo Lohr: "Klarer Fall, wir stehen hinter unserer Feuerwehr." Geschlossene Zustimmung.

Während der Beratungen über die Bio gasanlage Schwesing mussten fünf der zehn Gemeindevertreter den Saal verlassen. Der stellvertretende Bürgermeister Karl Porath übergab das Wort an Lohr. Dieser erklärte zuerst die Umbenennung von Bioenergiepark Schwesing eG in Biogas Schwesing GmbH & Co.KG - die voraussichtlich zum 1. Juli erfolgt (bei einer KG können sich Geldgeber größerer Art beteiligen). Diese Kommanditgesellschaft bezahlt auch den kompletten Radweg - und zwar mit Beginn der Straßenbauarbeiten zur großen Biogasanlage. Da die Gemeinde nicht über den Grundbesitz für den Weg verfügt, wird der neue Gemeinderat über die Verwendung der vorgesehenen 235 000 Euro befinden müssen.

An der Beratung und Beschlussfassung über den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss über die zehnte Änderung des F-Planes der Gemeinde (Windkraft) nahmen lediglich vier Kommunalpolitiker teil, sechs sind Gesellschafter und befangen. Die vorhandenen elf Alt-Anlagen sollen durch sieben moderne ersetzt werden. Die Änderung erfolgte einstimmig. Zum Abschluss wies Udo Lohr auf die defekte Skateranlage hin. Der Bürgermeister sicherte zu, mögliche Garantien zu überprüfen.

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