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Ärger in Schwesing : Hubschrauberlärm stört Anlieger

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Einwohner klagten in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung in Schwesing über den Hubschrauberlärm. Ein weiteres Thema war der Kindergarten. Die Kirchengemeinde hat den Vertrag mit der Gemeinde gekündigt.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Gleich mit mehreren Fragen zum Flughafen Schwesing wurde der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung im Markt-Treff konfrontiert. „Wie ist der aktuelle Stand zur Nutzung des Flughafens als Heliport? Was sagt das Wirtschaftsministerium in Kiel dazu? Wird der Trainingsturm tatsächlich nach Schwesing versetzt? Was hat die Gemeinde Schwesing vom Heliport außer dem Lärm?

Unter Tagesordnungspunkt Berichte ging Bürgermeister Wolfgang Sokoll auf die in der Einwohnerfragestunde vorgebrachten Punkte ein. Dabei stellte er klar, dass an der Versetzung des Übungsturms nach Schwesing nichts dran ist. Weiter wies er darauf hin, dass das Wirtschaftsministerium eine Befeuerungsanlage fördern wolle, allerdings müssten die Betreiber Eigenkapital vorweisen. „Ja, die Deutsche Rettungsflug (DRF) hat die Luftnutzung gekündigt, ein Nachfolgevertrag besteht jedoch derzeit noch nicht“, erklärte Sokoll weiter. Und dabei ging er auch auf den Kritikpunkt Lärm ein. Die Bürger müssten frühzeitig über anstehende Übungsflüge und -zeiten informiert werden. Da die Gemeinde Mitglied der Flughafen GmbH sei, werde sie darauf pochen. Damit war das Thema Lärm für einige Zuhörer nicht beendet. „Die Dauerbelästigung wird uns noch einholen, damit werden Zuzugswillige vergrault“, stellte ein Zuhörer klar.

Der Bürgermeister gab noch weitere Informationen weiter, die für Aufregung sorgten. So habe die Kirche den Kindergartenvertrag fristgerecht aufgekündigt. Auslöser seien die höheren Geschäftsführungskosten, die die Kirchengemeinde forderte. Doch die Gemeinde Schwesing habe klargestellt, dass nach dem derzeitigen Vertrag eine Erhöhung nicht akzeptiert werde. Aus dem Schreiben der Kirchengemeinde gehe aber auch hervor, dass diese an der Kindergartenarbeit weiterhin festhalten wolle. Um jedoch eine Erhöhung durchsetzen zu können, sei die Kündigung des Vertrages Voraussetzung. „Wir haben nun ein Jahr Zeit, eine Lösung zu finden“, so der Bürgermeister. In der nächsten Sitzung soll ein Ausschuss gebildet werden, der die Verhandlung führen soll.

Auch der Kindergarten in Wester-Ohrstedt ist von dieser Kündigung betroffen. Dort wird die Einrichtung von den Gemeinden Wester- und Oster-Ohrstedt getragen. Während in Wester-Ohrstedt das Gebäude der Kirche gehört, ist die Gemeinde Schwesing Besitzer des Kindergartengebäudes.

Weiter musste sich das Gemeindegremium mit dem Flächennutzungsplan zum Thema Windkraft befassen, der nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erneut ausgelegt werden musste. Laut Urteil mussten detailliertere Angaben gemacht werden. Die Eingabefrist endete am 4. Januar. Wie schon bei der ersten Auslegung gingen auch diesmal keine Stellungnahmen ein.

Angeregt wurde, im Kurvenbereich vor dem Markttreff eine weitere Straßenlampe aufzustellen. Außerdem sollen zwei weiße Balken mit dem Vermerk „30“ auf der Straße angebracht werden. Angedacht ist außerdem, das Kiefergebüsch zu entfernen, um so eine bessere Übersicht zu erreichen.

Am Ende nannte Bürgermeister Wolfgang Sokoll noch einen wichtigen Termin. Heute wird die Jugendfeuerwehr ab 7 Uhr die ausgedienten Weihnachtsbäume einsammeln.

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