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Erstes Jugendparlament im Amt Nordsee-Treene : Horstedts Jugend mit eigener Stimme

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die neue Jugendvertretung von Horstedt stellte sich in der Einwohnerversammlung vor. Sie will die Anliegen der jungen Leute den Kommunalpolitikern vermitteln

Als erste Gemeinde im Amt Nordsee-Treene hat die Gemeinde Horstedt eine Jugendvertretung auf den Weg gebracht. Sieben Mädchen im Alter von neun bis 17 Jahren wollen künftig ihre Anliegen und Interessen in die Gemeindevertretung einbringen. Auf einer ersten Versammlung stellten sich Johanna Struck, Mira Tischer, Lina Jensen, Lea Thomsen, Tabea Hansen, Lara Lorenzen und Nele Hansen der Öffentlichkeit vor. Bürgermeisterin Karen Hansen freute sich über die „Super-Initiative“ und hofft auf „positive Wunschkanonaden“ in der politischen Vertretung.

„Noch ein paar Jungen könnten auch mit dabei sein“, warben die Initiatoren der Jugend-Gemeindevertretung, Kirstin Buhman und Uwe Jensen. Die beiden Gemeindevertreter hatten sich zuvor auf einer Veranstaltung in Norstedt über den dort mittlerweile etablierten Jugendgemeinderat informiert und daraufhin einen Jugendtag mit Jugendfeuerwehr, Jugendtheatergruppe und Flötengruppe sowie dem Jugendtreff und der Bude Horstedt organisiert, um für einen entsprechendes Gremium in Horstedt zu werben. Eine erfolgreiche Aktion, wie sich an der Gründung zeigt, merkten die zur ersten Versammlung fast vollständig erschienenen Gemeindevertreter anerkennend an. Auf einer weiteren Zusammenkunft in den kommenden Wochen wird dann der künftige Jugendgemeinderat gewählt und durch eine Satzung ganz offiziell installiert.

Im Mittelpunkt der an die Jugendversammlung anschließenden Einwohnerversammlung in Carstens Gasthof stand das Thema E-Carsharing in Horstedt. Projektmanager Stephan Wiese von der Energiegenossenschaft EE4 Mobile mit Sitz in Enge-Sande informierte über die Vorteile der Elektromobilität. Seine Argumente: Elektroautos sind komfortabel, leise und stinken nicht, verbrauchen im Betrieb nur sehr wenig Öl und haben einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. In Nordfriesland gibt es 100 Stromtankstellen für E-Mobile, davon allein 13 in Husum. Derzeit sind im Landkreise 310 E-Mobile zugelassen, das entspricht 20 Prozent aller zugelassenen E-Mobile in Schleswig-Holstein.

Laut Wiese kommt das E-Carsharing für Wenigfahrer und für Nutzer, die sich ein eigenes Auto nicht leisten können oder wollen sowie für Urlaubsgäste, Bürgermeister, Gemeindekümmerer und soziale Dienste in Frage. „Auto teilen heißt: Mehr Gemeinschaft im Dorf und die Umwelt schonen.“ Die volle Elektromobilität sei zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien möglich, alle 94.000 in Nordfriesland zugelassenen Autos könnten durch den Strom von 54 Windkraftanlagen mit einer Leistung von zwei Megawatt betrieben werden. „Nutzen wir das Küstengold, das wir hier haben“, ermunterte Wiese die Einwohner der Gemeinde zur E-Mobilität.

Nach einer Vorstellung des neuen Wappens der Gemeinde berichtete Bürgermeisterin Karen Hansen über künftige Entwicklungen in Horstedt: „Wenn der Stadtumlandvertrag fortgeschrieben wird, bekommen wir auch die Genehmigung für den zweiten Bauabschnitt in unserem Baugebiet.“ Hinsichtlich der Anbindung der Kreisstraße 2 an die Bundesstraße 5 stehe die Finanzierung, nun müsse durch einen Bauleitplan die Baureife erzielt werden. Ein weiterer Punkt, der den Einwohnern unter den Nägel brennt, ist der Verlauf der geplanten Trasse für die 380-kV-Westküstenleitung. Gemeindevertretung und Einwohner wenden sich gegen eine Trassenführung östlich der geplanten B5 nahe eines Bau- und Wohngebietes. Erneut rief die Bürgermeisterin zu Protesten gegen solche Planungen auf.



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