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Bessere Erreichbarkeit : Horstedt hofft auf B5-Anbindung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bürgermeisterin Karen Hansen hat positive Signale aus dem Verkehrsministerium erhalten. Die Gemeindevertretung berät am heutigen Montag, 2. März, über entsprechende Pläne.

Termine, wann die Umgehung für Horstedt im Verlauf der Bundesstraße 5 und die Anbindung daran kommen soll, hat Karen Hansen oft genug genannt bekommen: Erst 2005, zwei Jahre später hieß es dann, der Baubeginn ist 2009, wieder zwei Jahre später sollte es wirklich losgehen. Aber auch 2013 wurde es wieder nichts. Jetzt hat Horstedts Bürgermeisterin aber wirklich Anlass, zu hoffen: Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, besuchte den jüngsten B  5-Gipfel in Struckum, um über wichtige Infrastruktur-Projekte zu sprechen. Dabei signalisierte der Staatssekretär vor etwa 150 Gästen, dass die Gemeinde Horstedt an die B  5 bauen könnte. „Ich traute meinen Ohren nicht“, sagt die 60-Jährige. Am Montag (2.) soll daher in der Sitzung der Gemeindevertretung (ab 20 Uhr im Gasthof Erichsen) ein entsprechender Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht werden. Laut der Diplom-Biologin wird damit aus einer Landwirtschafts- eine Straßenbaufläche. Diese Änderung sei wichtig, um das Baurecht zu erhalten.

Für die Gemeinde-Chefin ist der Anschluss der Gemeinde an die geplante Weiterführung der B5 wichtig, damit die Touristen nicht nur durch Nordfriesland durchfahren, sondern auch links und rechts abfahren können. Außerdem denkt die verheiratete Mutter von vier Kindern weiter: „Wenn auf der A7 gebaut wird, die neue Rader Hochbrücke kommt, wird sich Verkehr automatisch an die Westküste verlagern.“ In ihren noch verbleibenden drei Jahren im Amt möchte Karen Hansen dazu beitragen, dass die Infrastruktur für die Region nachhaltig verbessert wird.

Struckums Bürgermeister Andreas Petersen hat jüngst in den Medien erklärt, dass seine Gemeinde bereits 1965 in ihrem Flächennutzungsplan hinterlegt hat, wo eine Weiterführung der Bundesstraße stattfinden könnte. Nach den Berechnungen von Horstedts Bürgermeisterin haben Bund und Land durch den Verzicht auf Brücken an der B5 drei Millionen Euro gespart. Enak Ferlemann und Landes-Verkehrsminister Reinhard Meyer sagten ihr unisono, „dass es sich regeln lässt“. Ihrer Ansicht nach würde eine Anbindung der Kreisstraße 2 an die B  5 etwa 800.000 Euro kosten.

Wenn der Aufstellungsbeschluss heute auf dem Weg gebracht wird, dauert es mit der Bauleitplanung ein Jahr, weiß Karen Hansen aus Erfahrung und von ihren Gesprächen – unter anderem war sie bereits zwei Mal in Berlin. „Das heißt, dass kommendes Jahr der erste Spatenstich erfolgen kann“, hofft die Bürgermeisterin auf gutes Gelingen.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 12:00 Uhr

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