zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

12. Dezember 2017 | 09:56 Uhr

Langenhorn : Holperpiste soll saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Bauausschuss schlägt der Gemeinde für den Mönkebüller “Stieg“ eine komplette Asphaltierung vor. Die Kosten liegen im fünfstelligen Bereich.

von
erstellt am 04.Dez.2017 | 14:00 Uhr

„De Stieg“ im Ortsteil Mönkebüll – eine Art schmaler Schleichweg für Fußgänger und Radfahrer – verbindet seit jeher den Kiefernweg mit dem Buurvogtsweg. Doch die beliebte Abkürzung hat sich im Laufe der Jahre in eine Huckelpiste verwandelt. Hier muss etwas getan werden – darüber waren sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses einig. Doch was? Und wie teuer darf es werden?

Ein Mönkebüller Zuhörer war sicher, dass die Asphaltschicht 1991 nach Verlegung der Kanalisation aufgetragen worden war. Der Teer sei damals mit Schiebkarren und Schaufeln verteilt worden, für Maschinen oder Anhänger ist nämlich kein Platz. Daher sei die Schicht nicht sehr dick.

Ausführlich diskutierten die Mitglieder verschiedene Lösungsansätze. So seien Kostenschätzungen eingeholt worden, berichtete Ausschussvorsitzender Uwe Bahr: Asphalt (etwa 24.000 Euro), Beton (etwa 500 Euro teurer) oder Pflasterung (30.000 Euro). Keine Chance hatte eine vierte und die preiswerteste Möglichkeit: alles so wie bisher zu belassen. Der Weg werde von Kindern häufig als Schulweg genutzt. Somit sei es unverantwortlich, nichts zu tun. Und auch an die Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen müsse gedacht werden. Weiterhin reiche es nicht, den Teer abzufräsen, den Weg auszuschlichten und erneut überzuteeren. „Der Weg muss 100-prozentig in Ordnung sein“, erklärte Uwe Bahr.

Ein weiterer Versammlungsteilnehmer unterstützte die aufwendigere Variante. Selbst eine Investition von 30.000 Euro würde sich lohnen, erklärte er. „Dann habt ihr 30 Jahre lang Ruhe.“ Die Investitionssumme würde dann umgerechnet nur 1000 Euro im Jahr betragen – ein geringer Betrag angesichts möglicher Folgekosten bei Billiglösungen. „Da muss man dann jedes Jahr wieder ran.“

Eingeworfen wurde aus dem Gremium, ob denn das Geld für die Sanierung des „Stieg“ nicht besser in die Herrichtung maroder Straßen aufgehoben wäre. Das wurde von der Allgemeinheit nicht so gesehen.

Am Ende setzte sich die der Vorschlag durch, der Gemeinde eine komplette Asphaltierung mit allem Drum und Dran vorzuschlagen. Das Geld für die Sanierung könne man aus dem Topf für Wegeunterhaltung nehmen, schlug der Vorsitzende als Empfehlung an die Gemeindevertretung vor. Empfohlen wird dem Gremium ebenso, eine Ausschreibung und anschließende erneute Aussprache über die Kosten.

Das Abstimmungsergebnis: Drei Kommunalpolitiker stimmten für den Vorschlag, einer mit Nein, zwei enthielten sich.

Weitere Themen


❍ Bezüglich des geplanten Baugebietes 21 zwischen Gärtnerweg und Baron von Gelting-Weg schlug Uwe Bahr vor, die besprochene Entwidmung des unbefestigten Teils des Gärtnerweges für den Straßenverkehr auch in die Planung aufzunehmen.

❍ Zum Thema Altlasten im Bebauungsplan Nr. 2 erklärte der Ausschussvorsitzende, dass behördlich auf einem der Grundstücke im Boden Altlasten vermutet würden. Die Gemeinde wurde aufgefordert, eine Untersuchung vorzunehmen, ein zertifiziertes Gutachten erstellen zu lassen und es auch zu bezahlen. Keine Angaben machte Bahr über Art der vermuteten Altlast sowie, um welches Grundstück es sich dabei handelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen