Neue Grossveranstaltung : Holländermarkt für Friedrichstadt

Beim Regionaltag, der alle zwei Jahre stattfindet, ist kaum ein Durchkommen auf dem Markt möglich.
Beim Regionaltag, der alle zwei Jahre stattfindet, ist kaum ein Durchkommen auf dem Markt möglich.

Der Tourismusverein Friedrichstadt greift eine Idee aus dem Jahr 2013 auf, am 1. Mai gibt es einen Holländermarkt auf dem historischen Marktplatz. Die Veranstaltung soll sich am 1. Mai mit dem Regionaltag abwechseln.

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17. Januar 2017, 07:00 Uhr

Gerade erst sind die Planungen angelaufen, doch Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt hat die Neuigkeit schon beim Neujahrsempfang von Stadt und Kirchengemeinden verkündet: In diesem Jahr soll es einen Holländermarkt im Holländerstädtchen geben. Die Idee dazu ist nicht ganz neu, denn bereits 2013 sollte ein solcher Markt stattfinden. Alles war vorbereitet, mehr als 50 Aussteller hatten ihr Kommen angekündigt, da platze die Nachricht von der Abdankung der holländischen Königin Beatrix wie ein Bombe in die Vorbereitungen. Die damals 75-jährige Monarchin übergab am 30. April, nach 33 Jahren, ihrem Sohn, Kronprinz Willem-Alexander, den Thron. Und die Weitergabe der Krone sollte für die Holländer ein riesiger Festtag werden, überall im Land wurde der neue König gefeiert – also wurde der Markt am 1. Mai in Schleswig-Holstein abgesagt, denn schließlich wollten auch die niederländischen Marktbeschicker in der Heimat ihren Spaß haben.

Auch dieses Mal soll das Ereignis wieder im Frühling stattfinden, allerdings nicht nur am 1. Mai. Vorgesehen ist eine dreitägige Veranstaltung am letzten Aprilwochenende und am Montag, 1. Mai. „Wenn alles gut läuft, dann soll der Holländermarkt alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Regionaltag veranstaltet werden“, sagt Tourismus-Chefin Anke Stecher. Denn bislang ist nur alle zwei Jahre am Tag der Arbeit das ganze Umland zu Gast in Friedrichstadt, der historische Marktplatz mit Buden und Verkaufsständen vollgestellt.

Bereits vor vier Jahren hatten sich mehr als 50 Aussteller angemeldet. Daher rechnen die Planer diesmal mit einem ähnlich großem Interesse. „Noch allerdings“, unterstreicht sie, „stehen wir ganz am Anfang unserer Planungen.“ Angeboten werden sollen alle typischen holländischen Dinge, „wir wollen dabei alle Klischees erfüllen“, verspricht Anke Stecher. Aber nicht nur aus dem Land der Windmühlen sollen die Aussteller kommen, auch aus der Region sind Interessenten willkommen, denn nicht nur in Holland werden beispielsweise Blumen gezüchtet. Zumal auf dem historischen Marktplatz im Herzen der Stadt genügend Platz zur Verfügung steht. Sollte der steinerne Bereich nicht ausreichen, kann, wie auch bei den Regionaltagen, der grüne Teil genutzt werden. Der Holländermarkt soll, so sehen es zumindest die ersten Planungen vor, eine reine Tagesveranstaltung sein. Beginn jeweils um 10 Uhr, Ende um 18 Uhr. Am 1. Mai findet gleichzeitig bereits seit vielen Jahrzehnten der Süderstapeler Markt statt. Da die Gemeinde auch Mitglied im Tourismusverein Friedrichstadt und Umgebung ist, wird daher für beide Veranstaltungen geworben, die sich nach Ansicht von Anke Stecher hervorragend ergänzen.

Und noch eine zweite Neuigkeit im touristischen Bereich verkündete Friedrichstadts Bürgermeister Vogt beim Neujahrsempfang. Erstmals soll die Stadt zum Ziel von Foodtrucks werden. Dahinter verbergen sich nicht etwa einfache Imbisswagen, sondern Fahrzeuge mit nahezu komplett ausgerüsteter Küche, die autark arbeiten können und an wechselnden Standorten durch wenige aber dafür hochwertige Gerichte überzeugen. Das Wichtigste an einem Foodtruck ist die Regionalität. Foodtrucks beschränken sich üblicherweise auf wenige, dafür aber sehr hochwertige Gerichte. Ein zu umfangreiches Speisenangebot geht meist mit einem Qualitätsverlust einher. Für eine rollende Küche braucht es auch ein entsprechendes Fahrzeug. Um die nötigten Geräte unterzubringen und einen entsprechenden Arbeitsplatz zu haben, bedarf es mehr als einen kleinen Lieferwagen. Foodtrucks sind eine Reaktion auf eine Veränderung in der Gesellschaft: Weg von billig, hin zu mehr Qualität beim Essen. Die Standort-Flexibilität macht Foodtrucks zu einem immer bedeutenderen Anlaufpunkt für meist hervorragendes Essen. Erstmals wird eine Foodtruck-Flotte am Sonnabend, 17. Juni, in das Holländerstädtchen einrollen. Neben dem Essen werden die Gäste auf dem Marktplatz dann durch moderne Musik unterhalten, die Öffnungszeiten gehen auf die Essensgewohnheiten der Menschen ein, von 10 bis 22 Uhr kann bei den Foodtrucks bestellt werden.

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