Bundeswehr-Standort Husum : Hoher Besuch im Geschwader

Generalleutnant Ingo Gerhartz (l.) und Oberst Arnt Kuebart im Gespräch mit Geschwaderangehörigen.
Generalleutnant Ingo Gerhartz (l.) und Oberst Arnt Kuebart im Gespräch mit Geschwaderangehörigen.

Der neue Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, informierte sich über den Standort Husum.

shz.de von
10. Juli 2018, 09:00 Uhr

Es war sein erster Truppenbesuch an einem Standort der Flugabwehrraketentruppe. Und es war auch der erste Besuch am Luftwaffenstandort Husum: Generalleutnant Ingo Gerhartz, der neue Inspekteur der Luftwaffe, machte sich beim Flugabwehrraketengeschwader 1 (FlaRakG 1) ein persönliches Bild vom Auftrag und dem Arbeitsalltag der Soldaten. Dabei wurde er vom Kommodore des Geschwaders, Oberst Arnt Kuebart, umfassend über die aktuelle Situation rund um das Geschwader und das dort genutzte Flugabwehrraketensystem Patriot informiert.

Der dreistündige Besuch am nördlichsten Luftwaffenstandort gab Oberst Kuebart zusammen mit den Kommandeuren der FlaRak-Gruppen sowie den Stabsgebietsleitern die Möglichkeit, dem Inspekteur die Besonderheiten des Standortes Husum ebenso wie die an den weiteren Geschwader-Standorten Bad Sülze und Sanitz in Mecklenburg-Vorpommern aufzuzeigen. Im Rahmen eines Vortrags erhielt Gerhartz einen Einblick in die personelle und materielle Verbandsstruktur mit den fordernden Aufgaben der Zukunft.

Besonders beeindruckt zeigte sich Gerhartz, dass sich das FlaRakG 1 mit seinen unterstellten Verbänden in diesem und den kommenden Jahren zahlreichen, teilweise parallel stattfindenden Herausforderungen an Überprüfungen, Übungen, Nato-Verpflichtungen, Umrüstmaßnahmen der Waffensysteme und anderen Vorhaben zu stellen hat. Dabei kamen auch die technischen Herausforderungen, die Einrüstung eines neuen Fernmeldesystems sowie die Radarmodernisierung für das Waffensystem Patriot zur Sprache. Gerhartz zeigte sich daran besonders interessiert und äußerte auch deutlich, „dass wir im Bereich Personal und Material eindeutig und erkennbar besser werden müssen“.

Auch im Gespräch mit Vertrauenspersonen, Staffelfeldwebeln und Personalrat hatte der Generalleutnant ein offenes Ohr für Kritik und gab ebenfalls klare Informationen zur Trendwende Personal und zu Infrastrukturmaßnahmen. Ersteres betraf unter anderem die beruflichen Aussichten für Mannschaften. Zudem nahm er Kritik zur Infrastruktur am Standort Husum mit nach Berlin.

In seinem Resümee zeigte sich Generalleutnant Gerhartz positiv überrascht von der Leistungsfähigkeit des größten Verbandes der Luftwaffe. „Das Flugabwehrraketengeschwader 1 hat in der Nato-Überprüfung im vergangenen Monat bemerkenswert gezeigt, dass sich dessen Soldatinnen und Soldaten aufgrund ihres guten Ausbildungsstandes solch einer großen Aufgabe durchaus stellen können – und das hervorragende Ergebnis hat diese Leistung auch bestätigt.“

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