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Husumer Nachrichten

14. Dezember 2017 | 14:49 Uhr

Schwabstedt : Hohe Verschuldung durch Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Schwabstedt stimmt dem Haushalt 2017 zu. Allein der gemeindliche Kindergarten kostet mehr als 210.000 Euro jährlich

Breiten Raum in der jüngsten Gemeinderats-Sitzung in Schwabstedt nahm der Haushalt 2017 ein. Finanzausschuss-Vorsitzender Wolfgang Gottschlich (FDP) sagte unter anderem: „Die Einsparungen sind erkennbar.“ Als Hauptgründe für die hohe Verschuldung wurde das Baugebiet Rosenkoppel angegeben. Dann mussten 300.000 Euro Gewerbesteuern zurückgezahlt werden. Mit 635   400 Euro gibt es aber auch 244  100 Euro mehr Schlüsselzuweisungen als 2016. Der Haushalt wurde angenommen.

Der Etat sieht im Ergebnisplan Erträge von 1,945 Millionen Euro sowie Aufwendungen von 2,236 Millionen Euro vor. Das macht einen Jahresfehlbetrag von 290.900 Euro. Die Gemeinde ist auch Arbeitgeber – der Haushalt weist 12,49 Stellen aus. Die Steuersätze: Grundsteuer A und Gewerbesteuer jeweils 370 und die Grundsteuer B 390 Prozent. Durch die Mitgliedschaft der Gemeinde im Grundschulverband Schwabstedt sind die Schullasten hoch. Die Schulverbandsumlage ist mit 102300 Euro veranschlagt. Die Kindergarten-Aufwendungen, inklusive für jene Kinder, die andere Kindergärten besuchen: 213.400 Euro. Durch den Bau der Tagespflegestation in Winnert kommen neue Belastungen auf die Gemeinde zu – der Zuschussbedarf wird mit 13.600 Euro angesetzt. Für die Entwässerung der öffentlichen Flächen müssen 39.000 Euro bereitgestellt werden. Besondere Belastungen ergeben sich im Rahmen der Wegeunterhaltung dadurch, dass zu Schwabstedt die (ehemals selbstständigen) Außendörfer Hollbüllhuus und Westerkoog gehören. Hier besteht ein Unterhaltungsstau. Wenn möglich soll über Eigenleistungen Abhilfe geschaffen werden. Im Haushalt werden 45.300 Euro für Schwarzdeckenunterhaltung eingeplant. Die Kirchspiels-Mehrzweckhalle kommt allen sechs Gemeinden zugute. 2017 wird von einem gemeindlichen Unterschuss von 18.200 Euro ausgegangen.

Größere Einnahmeposten sind die Grundsteuer A mit 27.400, B mit 169.100 und die Gewerbesteuer mit 83.000 Euro. Der Anteil an der Einkommensteuer beläuft sich auf 377.700 und an der Umsatzsteuer auf 19.000 Euro. Die Hundesteuer bringt 12.000 und die Zweitwohnungssteuer 10.000 Euro. Der Familienleistungsausgleich beträgt 34.400 und die Schlüsselzuweisungen 635.400 Euro.

Hohe Ausgabeposten: Gewerbesteuerumlage 15.500, Kreisumlage 458.600, Amtsumlage 213.600 Euro. Im Haushaltsjahr 2017 sind folgende Investitionen und Investitions-Förderungsmaßnahmen geplant: Digitalfunk Feuerwehr 11.000, Anschaffung Fahrzeug Bauhof 12.000 und der Endausbau Rosenkoppel 150.000 Euro.

Amtskämmerer Udo Ketels hatte in der vorausgegangenen Finanzausschuss-Sitzung deutliche Worte gefunden. „Große Hoffnungen wurden in die Reform des Finanzausgleiches gesetzt. Das Ergebnis hieraus ist allerdings äußerst ernüchternd. Die Gemeinde erhält weniger Schlüsselzuweisungen. Die Gemeinde wurde durch die Reform noch näher an den finanziellen Abgrund gedrängt und fragt sich, wie es weitergehen kann.“

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