Von Husum bis Klixbüll : Hohe Akzeptanz für lange Leitung

Ebenso wie mehr als 70 weitere Besucher ließen sich beim Infomarkt zur 380-kV-Westküstenleitung im Gemeindehaus Hattstedtermarsch auch die Husumer Inke und Peter Prange (von links) noch einmal von den Fachleuten des Übertragungsnetzbetreibers Tennet – hier Gerd Kleint – über die aktuelle Trassenführung informieren.
Ebenso wie mehr als 70 weitere Besucher ließen sich beim Infomarkt zur 380-kV-Westküstenleitung im Gemeindehaus Hattstedtermarsch auch die Husumer Inke und Peter Prange (von links) noch einmal von den Fachleuten des Übertragungsnetzbetreibers Tennet – hier Gerd Kleint – über die aktuelle Trassenführung informieren.

Der Übertragungsnetz-Betreiber Tennet stellt Planungen für die 380-Kilovolt-Westküstentrasse vor.

shz.de von
09. März 2018, 14:00 Uhr

Für den Abtransport der in Nordfriesland erzeugten erneuerbaren Energie aus Wind, Sonne und Biomasse reicht das Leitungsnetz nicht aus. Daher ist entlang der Westküste zwischen Klixbüll und Brunsbüttel der Bau einer 140 Kilometer langen 380-Kilovolt-Leitung geplant. Errichtet werden dazu zwischen Husum und Klixbüll auf einer Strecke von 38 Kilometern 104 Masten mit einer Höhe von 50 bis 60 Metern (wir berichteten).

Der Übertragungsnetz-Betreiber Tennet stellte im Rahmen des mittlerweile fünften Infomarktes nun noch einmal den aktuellen Planungsstand im Abschnitt 4 (Husum-Klixbüll) vor. Letztlich kamen 76 Einwohner, Eigner und Interessierte ins Gemeindehaus Hattstedtermarsch, um sich zu informieren und sich mit den Fachplanern und Projektträgern auszutauschen.

„Auch bei diesem abschließenden Termin haben wir noch einmal wichtige Hinweise und wertvolle Anregungen entgegengenommen. Die Gespräche mit den Beteiligten hier waren, wie auch schon bei den vorangegangenen Veranstaltungen sehr konstruktiv und sachlich. Aufgrund dessen werden wir jetzt auch noch einige Umplanungen prüfen, bevor wir Ende des Jahres mit dem Bau der Leitung beginnen“, erklärte Peter Hilffert, Referent für Bürgerbeteiligung.

Das Projekt noch einmal erläutern ließen sich vom Fachmann Gerd Kleint unter anderem auch Inke und Peter Prange, da die Trasse über eine im Familienbesitz befindliche Fläche führt. „Uns interessiert, inwiefern unsere Fläche betroffen ist, aber auch, wie sich der gesamte Trassenverlauf darstellt“, erklärten die beiden Husumer. „Außerdem ist für uns natürlich interessant, welche finanziellen Entschädigungen wir erwarten können.“

Damit hatte das Paar die gleichen Anliegen wie das Gros der Besucher. Denn im Wesentlichen sei die Akzeptanz zum Bau der Leitung in Nordfriesland hoch, bestätigte Hilffert. Allerdings gäbe es „auch hier einige aufgebrachte Leute“, die – weil sie ihre Wünsche nicht erfüllt sähen – grundsätzlich gegen die Maßnahme seien. „Aber das liegt bei der Größe des Projekts einfach in der Natur der Sache“, erklärte er weiter.

Die Planungsunterlagen liegen nun noch bis Dienstag, 27. März, in den zuständigen Ämtern in der Region zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Außerdem steht Tennet-Referent Peter Hilffert unter Telefon 0431/78028154 für Auskünfte zur Verfügung.

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