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Buckelpiste adé : Hoffnung für desolate Straße

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die mit Schlaglöchern übersäte Ortsdurchfahrt von Schwabstedt soll 2016 saniert werden. Seit Jahren warten die Autofahrer darauf. Zudem soll auf beiden Seiten ein Fuß- und Radweg gebaut werden.

Die K 135, die Ortsdurchfahrt von Schwabstedt, erinnert an alte DDR-Zeiten. Mindestens ein Jahrzehnt – und gefühlt vermutlich noch länger – diskutieren Gemeinderäte und Bürger über diesen Straßen-Schandfleck. Nach Protesten der Anliegergemeinden wurde die K 135 schließlich auf einem rund fünf Kilometer langen Stück zwischen Ramstedt und Oldersbek erneuert. Doch just am Ortseingang von Schwabstedt stoppte der Bautrupp. Bergab geht es mit Tempo 30, „ein hilfloser Versuch, den Verkehr dort gerade noch aufrechtzuerhalten“, wie es ein Anlieger nennt. Splitten bis der Regen kommt, oder wie die Anlieger sagen: „Bis die Gullys verstopft sind durch den Flick-Verfüllkram.“

Mittlerweile der dritte Bürgermeister schlägt sich mit dieser Angelegenheit herum. Die Gemeinde Schwabstedt ist nicht Schuld an der unzumutbaren Oberfläche – es handelt sich um eine Kreisstraße. Mehrfach wurde gemessen, mehrfach Zahlen in Rot oder Weiß auf die Fahrbahn des genau einen Kilometer langen desolaten Teilstücks gesprüht. Die Arbeiten indes wurden immer wieder verschoben.

In Schwabstedt darf jetzt gehofft werden. Der Kreis übernimmt die Planung, klärt in 2015 die Grundstücksangelegenheiten und will 2016 bauen lassen. Bürgermeister Jürgen Meyer (FDP) berichtet, dass die Straße schmaler gebaut wird, als sie derzeit ist. Dadurch solle sich auch die Geschwindigkeit verringern. Die Bürgersteige, die auf beiden Seiten vorgesehen sind, sollen auch von Radfahrern benutzt werden: „So wird erreicht, dass sie sicher von und nach Ramstedt gelangen. Die Kosten für die Gemeinde Schwabstedt belaufen sich auf 180.000 Euro, davon sind rund 90.000 Euro von den Anwohnern zu tragen. Der Kreis Nordfriesland hat signalisiert, dass für Anwohner Möglichkeiten und Wege zur Bezahlung aufgezeigt werden.“ Die anteiligen Kosten für die Gemeinde und die Anwohner entstehen für die Herstellung der Bürgersteige, die bislang zum größten Teil nur auf einer Straßenseite verliefen. Voraussetzung ist allerdings, dass keine Einwände von den Bürgern kommen, weil eben genau dann das Verfahren noch einmal blockiert wird. Diskussionen und eine Unterschriftenliste gab es bereits. Etliche Bürger sind gar nicht davon begeistert, dass zu beiden Seiten der Straße ein Fuß- und Radweg angelegt werden soll.

Um Verkehrssicherheit im weitesten Sinne geht es auch bei einem anderen Projekt – das aber im Ermessensspielraum der Gemeinde liegt. Um das Feuerwehrgelände soll ein neuer Zaun gezogen werden. Dazu gibt es im Bauausschuss eine Arbeitsgruppe. Bislang parken entlang dieser Einzäunung Fahrzeuge. Die Herzog-Ulrich-Schule grenzt ebenso daran wie das Gelände der Mehrzweckhalle. Ins Gespräch kam der Vorschlag, den neuen Zaun ein Stück weit auf das Gelände der Feuerwehr zu versetzen. Ob Fahrzeuge künftig hintereinander und nicht wie bisher nebeneinander abgestellt werden sollen, muss noch beraten werden.

In Sachen Wegeschau regte der Bauausschuss-Vorsitzende Broder Pörksen (WGS) an: „Wir werden die Straßen bereits vor dem nächsten Termin abfahren und Vorschläge abgeben.“ Einige Landwirte stellen der Gemeinde ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Damit wird zunächst der Nielandsweg aufgerissen und dann verdichtet verfüllt. Dafür gab es Beifall. Dazu Ausschussmitglied Kai Hensen (CDU), selbst Landwirt: „Ich möchte, dass das öfter stattfindet.“ Seitens der Einwohner wurde auch das Banketten abschieben angeregt. Zum Bauhof: Dafür wurden die Architektenleistungen vergeben. Die Heizung soll umgerüstet und an das Biogas-Fernwärmenetz von Lehmsiek angeschlossen werden.

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