zur Navigation springen

Friedrichstädter Lampiontage : Hoffen auf ein friedliches Fest

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Planungen der Friedrichstädter Lampiontage sind angelaufen. Der Festzeltbereich wird jetzt von einer Agentur betrieben und hat längere Öffnungszeiten.

Einen Besucherrekord konnten die Friedrichstädter Lampiontage im vergangenen Jahr vermelden: Bei Top-Wetterlage feierten rund 25.000 Einheimische und Urlauber ein familienfreundliches Groß-Event. Damit das Stadtfest in diesem Jahr ebenfalls zu einem Top-Ereignis wird, ist gute Planung das A und O. Deshalb traf sich jetzt eine große Runde im Rathaussaal, um die Organisation zu besprechen. Mit dabei waren neben Bürgermeister Eggert Vogt unter anderem Teilnehmer vom Ordnungsamt, der Polizei, dem Kreisjugendamt, von DRK, DLRG, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und vom veranstaltenden Tourismusverein Friedrichstadt und Umgebung.

Zuvor ein kurzer Rückblick: Ursprünglich als Highlight zum 350-jährigen Stadtjubiläum als Einmal-Ereignis geplant, startete das erste Friedrichstädter Stadtfest im Jahre 1971. Die Idee kam so gut an, dass es mittlerweile zur Tradition geworden ist. Im Herbst 2012 aber stand die Fortführung auf der Kippe. In dieser Situation übernahm Tourismus-Chefin Anke Stecher das Ruder und verpasste dem bis dahin als „Friedrichstädter Festtage“ bekannten, dreitägigen Groß-Event einen neuen Namen. Die 2013 erstmals unter ihrer Leitung gestarteten Festtage heißen fortan „Friedrichstädter Lampiontage“. In diesem Jahr geht der Publikumsmagnet zum nunmehr fünften Mal unter dieser Bezeichnung an den Start – und zwar von Freitag, 28. Juli bis Sonntag, 30. Juli.

Christine Tiedemann, Geschäftsführerin der Tiedemann Art Productions , stellte eine Neuerung vor: Ab sofort wird der große Festzeltbereich beim Stapelholmer Platz unter ihrer Obhut betrieben. „Wir werden jetzt den Außenbereich mit einbeziehen und alles offener gestalten und dadurch richtig hübsch und nett machen“, verriet die Agentur-Chefin. Gut sichtbar sollen vier große Banner auf diesen Event-Teil aufmerksam machen. Denn auch, wenn das eigentliche Markttreiben gegen 1 Uhr im Bereich des historischen Zentrums endet – der große Festzeltbereich bleibt Freitagnacht durchgehend bis 5 Uhr morgens am Sonnabend geöffnet, und in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag darf dort sogar bis 6 Uhr früh gefeiert werden. Von dort aus können die „Durchhaltegäste“ am Sonntagmorgen nahtlos zum Früh-Flohmarkt gehen.

Innerhalb der sehr offen geführten Diskussionen äußerte Stefanie Rieper von der Polizeistation Friedrichstadt aber auch Bedenken an den langen Öffnungszeiten: „Das Aggressionspotenzial kocht erfahrungsgemäß in den letzten beiden Stunden hoch. Wir stehen dann jedesmal dabei und müssen warten, was passiert.“ Thomas Magnussen hielt dagegen: „Ich glaube nicht, dass solche Ereignisse Uhrzeit-abhängig sind.“ Ausdrücklich aber wiesen alle Beteiligten darauf hin, „dass die Lampiontage 2016 nicht nur durch bestes Wetter und überragende Besucherzahlen bestachen, sondern auch durch den absolut friedlichen Verlauf. In manchem Vorjahr sah es da auch schon mal ganz anders aus.

Für die Sicherheit der Gäste wird erneut umfangreich vorgesorgt: Am Stadtfeld stehen an allen drei Festtagen wieder mehrere Rettungswagen einsatzbereit, zudem wird wieder ein großes Sanitätszelt aufgebaut. „Wir hatten im Vorjahr ein derart massives Verkehrsaufkommen; dass es an einigen Stellen besonders kritisch wurde“, erklärte Torsten Mahmens von der Feuerwehr. Dazu sagte Femke Postel vom Ordnungsamt: „Im Vorjahr parkten die Fahrzeugschlangen beidseitig der Bundesstraße. Es sind neue große Hinweisschilder bestellt, die wir aufstellen lassen werden. Ich muss zugeben, im vergangenen Jahr waren wir mit unseren Parkplätzen am Limit.“ Polizeistations-Leiter Andreas Todt sicherte zu, „dass eine Polizeistreife mit einem Einsatzfahrzeug ständig auf den Straßen unterwegs sein wird“. Wie in allen Vorjahren wird die Station durch Beamte aus dem Kreisgebiet verstärkt, deshalb sind auch etliche Einsatzfahrzeuge vor Ort. Um weitere Parkplätze zu schaffen, wolle man vorsichtshalber Wiesen beim Gewerbegebiet mähen, so Postel.

Die Wasserschutzpolizei wird mit einem Motorboot auf den Wasserläufen präsent sein, und die Feuerwehr wird wieder eine Alarmbereitschaft einrichten. Das absolute Highlight – der traditionelle Lampionkorso mit fantasievoll geschmückten Booten – beginnt am Sonnabend wie gewohnt um 21.30 Uhr. Doch bereits Stunden zuvor sind die Sitzplätze an den Grachten-Rändern erfahrungsgemäß belegt.

Trotz sorgfältiger Planungen wird bis zum Schluss die bange Frage bleiben: Wie wird das Wetter? Alle Beteiligten hoffen nun auf eine Wiederholung des Riesen-Erfolges von 2016 und auf einen gnädigen Wettergott.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen