Schlüttsiel : Hochrangige Gastronomie oder Villa am Meer?

Der Zweckverband Schlüttsiel hat das Fährhaus verkauft. Seit dem 1. Oktober steht es leer.
Der Zweckverband Schlüttsiel hat das Fährhaus verkauft. Seit dem 1. Oktober steht es leer.

Dieter Paulsen (SPD Bordelum) kritisiert die Informationspolitik zum Verkauf des Fährhauses Schlüttsiel.

shz.de von
08. Dezember 2017, 07:00 Uhr

Zum Problemkreis Verkauf des Fährhauses Schlüttsiel (Bericht vom 5. Dezember 2017 „Fährhaus Schlüttsiel steht vorerst leer“) erreichte die Husumer Nachrichten eine Presseerklärung des SPD-Ortsvereins Bordelum:

„Was darf die Öffentlichkeit nicht wissen im Zusammenhang mit den Verkaufsmodalitäten des Fährhauses Schlüttsiel?“, fragt der Ortsvereinsvorsitzende der Bordelumer SPD, Dieter Paulsen. „Warum hat die Übergabe am 1. Oktober nicht stattgefunden? Ist man etwa einem Spekulanten aufgesessen? Ist der amerikanische Investor tatsächlich daran interessiert, Hotel und Restaurant qualitativ hochrangig weiter zu betreiben? Oder geht es ihm möglicherweise nur darum, sich eine Villa am Meer einzurichten? Fragen über Fragen.“

Nicht nur die beteiligten Gemeinden, sondern die gesamte Öffentlichkeit des Tourismus-Raumes Mittleres Nordfriesland hätten einen Anspruch auf ausführliche Informationen, fordert der SPD-Politiker. Neben den finanziellen Belastungen für die Kommunen gehe es vor allem auch um die gesicherte Zukunft des touristisch-gastronomischen Nordsee-Zentrums Fährhaus Schlüttsiel, mit Blick auf die Halligen eine der schönsten Stellen an der Westküste. Paulsen abschließend: „So wie es aktuell aussieht müssen wir wohl in der kommenden Saison auf das Fährhaus verzichten.“

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