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Ein besonderer Arbeitsplatz : Hochbetrieb in einem kleinen Hafen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ausflugs- und Inselschiffe werden für die neue Saison im Dock des Husumer Hafens flottgemacht. Auch der Export von Windkraftanlagen nach England und Frankreich läuft über die Piers der Storm-Stadt.

Repower war gestern. Jetzt hört der Windkraftanlagen-Hersteller auf den schönen Namen Senvion. Und aus dem bisherigen weiß-blauen Firmenlogo ist ein weiß-grünes geworden. Gemessen an der Zahl der Anlagen-Komponenten, die Repower (alias Senvion) 2013 von Husum aus nach England, Frankreich und an die Weser verschifft hat, wäre pures Grün allerdings die angemessenere Farbe. Auf jeden Fall macht sie Hoffnung auf mehr.

Nicht weniger als 207 MM-Anlagen – das entspricht einer Leistung von je 2000 Kilowatt – haben die eigens hierfür umgerüsteten Küstenmotorschiffe von ATR-Landhandel, „Ilka“ und „Maike“, 2013 ihren Bestimmungsorten zugeführt. Nach England oder Frankreich fuhren sie direkt. Die für den kanadischen Markt bestimmten Komponenten brachten sie zur Zwischenlagerung an die Weser.

Aber nicht nur der Export von Windkraftanlagen boomte. 27 Mal brachte Maike auch 3000-Kilowatt-Anlagen her, die später unter anderem in Jübek, Joldelund und Sollwitt aufgestellt wurden. Befördert habe den Seeweg-Transport natürlich die zwischenzeitliche Sperrung der Rader Hochbrücke, räumt Kapitän Michael Hinz von der ATR-Schifffahrtsabteilung ein. Aber auch nach deren Wiederöffnung sollte der Anlagen-Transfer per Schiff nicht abebben. „Am Wochenende wurde in Bremerhaven und Brake geladen, und am Montag ging es dann los nach Husum.“

Auf Rödemishallig wurden und werden die 3000-Kilowatt-Anlagen maximal eine Woche zwischengelagert, bevor es zu den jeweiligen Baustellen weitergeht. Der Transport über Land geschieht meist montags, mittwochs und freitags. Und um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, gehen die Anlagen nachts auf Reisen.

Hochbetrieb herrscht derzeit aber nicht nur bei Senvion, sondern auch bei der Husum-Dock und Reparatur GmbH & Co. KG. Wenn draußen der Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen kommt, ist in der Schiffswerkstatt immer besonders viel los. Vor allem Ausflugs- und Inselfährschiffe werden dann auf die neue Saison vorbereitet. Das gilt auch für einen Teil der Adler-Schiffsflotte. Deren Schiffe wurden einst von der Husumer Schiffswerft gebaut und kehren jetzt an ihren Ursprungsort zurück. Ein besonderer Fall ist die „Adler Dania“. Sie soll in Husum nicht nur auf Vordermann gebracht, sondern umgestaltet werden und unter anderem einen neuen Salon erhalten.

2013 stach die „Dania“ zu einer Reihe von Sundowner-Fahrten in See. An diesen Erfolg will die Reederei anknüpfen und das Schiff zu einem vielseitig einsetzbaren Veranstaltungsschiff umbauen. Geplant sind Disco- und Event-Fahrten, aber auch Törns zum Hafengeburtstag nach Hamburg oder zur Kieler Woche. Dazu soll die „Dania“ von unterschiedlichen Häfen entlang der Nord- und Ostseeküste aufbrechen. Doch bis dahin bleibt sie im Dock.

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