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"2000 Jahre Eiderstedter Geschichte" : Historie einer Halbinsel

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Gesellschaft für Stadtgeschichte lädt zum Vortrag über Eiderstedt ein.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 06:14 Uhr

Husum | "2000 Jahre Eiderstedter Geschichte" ist der Titel eines Vortrags, den die Gesellschaft für Husumer Stadtgeschichte am morgigen Mittwoch ab 19.30 Uhr im Nordsee-Museum/Nissenhaus anbietet. Mit Hauke Koopmann hat die Gesellschaft einen hervorragenden Kenner der Eiderstedter Geschichte im Programm, der die Zuhörer in eine Epoche führt, in der die heutige Halbinsel noch aus den drei Inseln Eiderstedt, Everschop und Utholm bestand und daher im Mittelalter auch Dreilande genannt wurde.

Die ältesten archäologischen Funde kommen von der langgezogenen Garding-Tatinger Nehrung sowie den Sandwällen von Brösum. Sie stammen aus der jüngeren Stein- und Bronzezeit. Hier befinden sich auch Siedlungen und Gräberfelder der Eisen- und der Wikingerzeit.

Bei den Landesteilungen Schleswigs und Holsteins kam Eiderstedt immer an die Gottorfer Linie, wo es bis 1713 blieb. 1864 erlebte die Halbinsel einen tiefen Einschnitt, als das Herzogtum Schleswig ein Gebietsteil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein wurde. Obwohl eigentlich zu klein für einen Kreis, beließ die preußische Verwaltung den Einwohnern ihre Selbstständigkeit in Form des 1867 gebildeten Kreises Eiderstedt. 1932 wiederum fasste die preußische Regierung die benachbarten Kreise Eiderstedt und Husum zusammen - nur um diesen Schritt im folgenden Jahr wieder rückgängig zu machen.

Erst 1970 wurde der Kreis Eiderstedt im Zug der Kreisreform mit den Kreisen Husum und Südtondern zum Kreis Nordfriesland vereinigt, zugleich entstand damals auch das Amt Eiderstedt. Die Mitglieder der Gesellschaft haben freien Eintritt, Gäste werden um eine Spende gebeten.

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