Eltern-Start-Hilfe Niebüll : Hilfe für die Jüngsten

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04. März 2011, 12:41 Uhr

Niebüll | Die Erfolge gaben Karin Jacobsen-Jordt recht. Und als sie gestern morgen ihre E-Mails abrief, erhielt sie das Ergebnis sogar schwarz auf weiß - die Universität Münster bescheinigte dem Projekt "Gut ins Leben" des Diakonischen Werks Südtondern eine hervorragende Arbeit.

Der gestrige Tag war für die Mitarbeiter der "Eltern-Start-Hilfe" ein besonderer. Nicht allein, dass die frohe Kunde via Computer ins Haus flatterte. Auch die ehemalige schleswig-holsteinische Sozialministerin, Dr. Gitta Trauernicht, war auf Stippvisite in der Familienbildungsstätte. Nicht ohne Grund. Ist sie doch die Schirmherrin des Projekts.

Trauernicht ließ sich von Projektleiterin Karin Jacobsen-Jordt und Bernd Funk, dem Geschäftsführer des Diakonisches Werks, die Erfolgsgeschichte der Eltern-Start-Hilfe erläutern. Die Niebüller Einrichtung ist eine von insgesamt fünf Projekten in Schleswig-Holstein, deren Tätigkeit von der Universität Münster begleitet wurde. Allen gemein ist die Betreuung junger Eltern und deren Kinder.

"Wir entwickeln Strukturen der verbindlichen Zusammenarbeit", erläuterte Karin Jacobsen-Jordt, die von Annegret Puschmann und Linda Brodersen unterstützt wird. So sieht sich die Eltern-Start-Hilfe als Bindeglied zwischen Klinik, Hebammen, sozialen Diensten und Sozialamt. Von rund 300 Geburten im Jahr in Südtondern, nehmen bis zu 120 Familien mit Säuglingen und Kleinkindern das Angebot von "Gut ins Leben" in Anspruch. Neben Sprechzeiten und Spielenachmittagen bieten Karin Jacobsen-Jordt und ihr Team auch Hausbesuche an.

Die Projektphase von "Gut ins Leben" läuft über fünf Jahre bis August 2012. Danach muss sich das Angebot von alleine tragen "Wir halten uns für innovativ genug, das sechste Jahr voll zu finanzieren", betont Bernd Funk. Das muss es auch. Sollte dies der Diakonie, als Träger der Einrichtung, nicht gelingen, müssten die Fördergelder der vergangenen Jahre zurückgezahlt werden. Circa 80 Prozent der Finanzierung sind bereits gesichert und auch der Kreis Nordfriesland hat signalisiert, sich an dem Projekt nach Ablauf der Förderung durch die "Aktion Mensch" an der Finanzierung zu beteiligen. Spontan sagte gestern auch Schirmherrin Trauernicht ihre Unterstützung zu, den Niebüllern beim Einwerben von Finanzmitteln tatkräftig zur Seite zu stehen.

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