Langenhorn : Heutige Bürgermeisterwahl verspricht Hochspannung

In Langenhorn findet heute die konstituierende Sitzung statt.
In Langenhorn findet heute die konstituierende Sitzung statt.

Neben Horst Petersen (AWG) kandidiert jetzt auch Olde Oldsen (SPD) .

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20. Juni 2018, 10:00 Uhr

Es wird spannend, wenn sich heute um 19.30 Uhr der Langenhorner Gemeinderat im Gasthof Ingwersen zur konstituierenden Sitzung trifft. Derzeit ist nicht abzuschätzen, wer Bürgermeister wird.

„Bis Montagabend hätten wir in unserer Fraktion Bürgermeister Horst Petersen von der AWG geschlossen gewählt, und er wäre sicher wiedergewählt worden. Doch die Aktuelle Wählergemeinschaft hat der eigentlich schon stehenden Vereinbarung in letzter Konsequenz nicht zugestimmt“, schildert Sven Kloos (CDU) die Situation. Abgestimmt gewesen sei, dass die Wählergemeinschaft (AWG) die von ihnen ansonsten anders gesehenen Punkte „mehr Geld für Wirtschaftswege“ und „Abschaffung der Straßenausbaubeiträge“ laut Wahlprogramm der CDU als Kompromiss mittragen wollte. Doch zu guter Letzt habe sie einen Rückzieher gemacht. „Jetzt ist alles offen, denn Olde Oldsen von der SPD wird nach dieser Entwicklung nun auch kandidieren“, so Kloos. Die CDU sei jetzt das Zünglein an der Waage. Jeder werde in geheimer Wahl auf eigene Verantwortung abstimmen. Einen eigenen Kandidaten wird die CDU nicht stellen.

Die Situation ist übrigens dem Ergebnis der Kommunalwahl geschuldet. Sowohl der CDU-Fraktion als auch AWG stehen jeweils sechs Sitze zu, der SPD fünf.

Bürgermeister Horst Petersen (AWG) hält sich auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt. Er erklärt nur: „Ja, die Verhandlungen sind gescheitert. Schauen wir, was passiert.“

Olde Oldsen (SPD) bestätigt auf Nachfrage, dass er nun von seinen Parteifreunden dazu ermutigt worden sei, zu kandidieren.

Sollte Oldsen sich durchsetzen, hätte das zur Folge, dass sich auch die Besetzung der Ausschüsse – anders als bisher besprochen – ändern müsste, was die Unterbrechung der Sitzung durchaus für mehrere Tage zur Folge haben könnte.

„Ich hätte mir so ein Desaster nicht gewünscht“, erklärt Sven Kloos. „Das hat Horst Petersen nicht verdient“

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