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Kleine Imker in Aktion : Heute sind die Bienen friedlich

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

An der Honigernte der Mildstedter Schülerfirma Summ & Söt beteiligten sich angehende Erstklässler. Angst vor den Bienen hatten die Kleinen nicht, denn die Imkerin hatte versichert, dass die Tiere nicht stechen werden.

Gleich zehn kleine „Regenbogen“ im zwei Hektar großen Mildstedter Schulbiotop - wie das geht? Nun, ganz einfach: der Schülerfirma Summ & Söt gehören elf Bienenvölker. Anlässlich der Honigernte hatte Fachlehrerin und Imkerin Dörte Pohns die künftigen Grundschüler aus dem gemeindeeigenen Kindergartens Regenbogen eingeladen. Und so stiefelten schließlich zehn kleine „Regenbogen“ durch das Gelände. Zehn Bienenvölker wohnen in ihren grünen Kästen – ein weiteres in einem großen Bienenschaukasten. „34 Grad warm ist es unter der Glasscheibe. Darunter herrscht ein emsiges Treiben“, sagt Dörthe Pohns – und jeder darf mal ganz nah mit dem Ohr drangehen. Bienenstiche gibt es während des gesamten Vormittags keine. „Ich habe vorher mit den Bienen gesprochen“, verrät Dörte Pohns, „sie haben versprochen, ganz friedlich zu bleiben.“ Ein paar Meter entfernt findet Englischunterricht statt. Die Bienen verstehen eine ganz andere Sprache – nämlich jene, die als „Smoke“ aus der großen Imkerpfeife kommt. Mit Stroh und Spänen wird diese zunächst gefüllt und der Inhalt dann angezündet. Für die Bienen ein eindeutiges Signal, sich zu verpieseln.

Die vier Mädchen und sechs Jungen haben sich gut vorbereitet – bereits eine überdimensionale Biene zusammengebaut, die Aufgaben der Bienen und des Imkers besprochen und wollen heute im letzten Teil, wie Dörte Pohns es formuliert „den Bienen höchstpersönlich einen Besuch abstatten“. Sie steigt zunächst in ihren weißen Imkeranzug – und geht ohne Hast vor: Während sie jeden Arbeitsgang erklärt, entnimmt sie honiggefüllte Rahmen aus den Bienenkästen. Ganz schön schwer sind sie – jeder wiegt rund zwei Kilogramm. Per Schubkarre werden sie in die Schulküche transportiert – und dann heißt es zunächst einmal: „Gründlich die Hände waschen.“ Danach wird von den Rahmen zunächst einmal das Wachs abgekratzt – und die Rahmen wandern dann in die große Honigschleuder. Unter kräftigem Drehen an der Kurbel wird der Honig aus den Rahmen herausgeschleudert.

Am Ende wird der Hahn unten an der Schleuder geöffnet – und goldgelber Honig fließt erntefrisch in 13 kleine Gläser. Die erhalten die zehn kleinen „Regenbogen“, die am Mittwoch, 2. September, in die erste Klasse der Gemeinschaftsschule eingeschult werden, als Erinnerungsgeschenk. Drei Gläser sind für die Erzieherinnen Kerstin Kock, Marie Sick und Jutta Engel bestimmt. Und wer Appetit auf den Honig der Schülerfirma „Summ & Söt“ hat, darf gerne im Schulsekretariat nachfragen, verkauft wird er auch im örtlichen Topkauf-Supermarkt.

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