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Kostenloser Service : Herrliche Aussicht auf die Nordsee

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Stollberg bei Bredstedt ist ein hölzerner Turm unweit des Funkturms aufgestellt worden. Jeder Besucher kann von dort oben aus einen Blick in die Runde werfen. Informationstafeln sollen auch in dänischer Sprache angebracht werden.

Einen besseren Termin hätte es für die Einweihung der neuen Aussichtsplattform auf dem Stollberg nicht geben können. Die wärmende Herbstsonne vom fast wolkenlosen Himmel und gute Fernsicht ließen die anwesenden Vertreter ins Schwärmen geraten. Der grandiose Blick auf die in gleißendes Licht gehüllte Nordsee mit der Halligwelt faszinierte.

Wenige Meter vom Sendeturm entfernt hat der Verein für Natur und Kultur um den Stollberg für die Aufstellung eines neuen Holzturms mit Plattform gesorgt. Eine Sicherheitsüberprüfung hatte nämlich Anfang des Jahres ergeben, dass die Standfestigkeit der alten Plattform nicht mehr gewährleistet war. Eine Reparatur wäre zu teuer geworden, so dass nur der Abriss in Frage kam.

Die technische Umsetzung des Holzturms ermöglichte das Drelsdorfer Unternehmen Jessen Spielgeräte. Die Mitarbeiter des Bauhofes Bordelum/Langenhorn halfen beim Aufbau mit. Christoph Brockmann von der Bauabteilung des Amtes war für die Planung zuständig, Johann Georg Carstensen vom Stadtmarketing für die Koordination.

Auf den an der Ballustrade angebrachten Informationstafeln ist alles Wissenswerte über den von dort aus zu sehenden Sophie-Magdalenen-Koog und den Sönke-Nissen-Koog zu finden. Ferner kann sich der Gast über die Entstehung der Köge informieren. Rund 15 000 Euro investierten die Gemeinden des Amtes sowie die amtsfreie Kommune Reußenköge in das neue Vorzeige-Objekt im Mittelpunkt des Naturerlebnisraumes Stollberg. Der Standort mache die Besonderheiten der Natur und Kultur im Mittleren Nordfriesland deutlich sichtbar, so der Vorsitzende des Vereins, Heinrich Becker. Der Stollberg ist der Scheidepunkt der Geest im Osten und der Marsch im Westen. „Wir danken der Turmgesellschaft, dass die Standort-Gemeinde Bordelum zeitgleich den Zugang zur Aussichtsplattform des Funkturms neu gestalten durfte, sowie Grundstückseigentümer Thomas Volquardsen für seine Großzügigkeit“, so Becker. Zu danken habe er auch dem Amt Mittleres Nordfriesland und der Gemeinde Reußenköge, dass der vor zehn Jahren geschaffene Naturerlebnisraum und die Erlebnisrouten in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlern gepflegt und erhalten werden.

Planungen für die Zukunft seien bereits in vollem Gange, verriet Becker. Die Erlebnisangebote Raseneisenerz-Fundstätten Büttjebüll und Joldelund sowie die Hügelgräber-Gruppe Söbenbargen sollen noch stärker herausgestellt werden. Es sei auch die Gestaltung einer Szenerie Eisenzeit-Siedlung mit Kinderspielmöglichkeiten im Stollberg-Bereich angedacht. Derzeit werde die Machbar- und Finanzierbarkeit geprüft und Ende Oktober in der Mitgliederversammlung vorgestellt.

„Hier gibt es Natur zum Anfassen“, bestätigte der „Vater“ des Naturerlebnisraumes, Klaus Lemke. Oft beobachte er Urlauber mit Kindern, die die grasenden Kühe oder die Vielfalt der Fauna und Flora bestaunten. Lobend hätten sich kürzlich Vertreter aus dem Ministerium im Rahmen einer Ortsbesichtigung über den Erlebnisraum geäußert. Als Vertreter des Amtes beglückwünschte der Leitende Verwaltungsbeamte Dr. Bernd Meyer alle Beteiligten für die rasche Umsetzung. „Ohne den Idealismus aller Freiwilligen und ohne Einwerben von Drittmitteln und Sponsorengeldern hätte sich der Naturerlebnisraum Stollberg nicht in wenigen Jahren zu einem weit über die Region hinaus wahrgenommenen Naherholungs- und Ausflugsziel entwickeln können.“

Als sichtbares Symbol für den Anspruch, das Mittlere Nordfriesland touristisch weiter zu entwickeln, strebt man nun an, die Informationen zweisprachig – dänisch und deutsch – zugänglich zu machen.

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