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Ausbildung im Kreisfeuerwehrverband Nordfriesland : Herbstübung der Eiderstedter Jugendfeuerwehren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rund 50 Akteure nahmen an der Herbst-Abschlussprüfung der Eiderstedter Jugendwehren aus dem Betreuungsgebiet Süd des Kreisfeuerwehrverbandes teil.

Rauch quillt aus den geöffneten Fenstern und einem Türspalt des Umkleideraums zwischen der Tetenbüller Schule und der Sporthalle. Das entdeckt der Hausmeister der Einrichtung, der sofort die Feuerwehr des Dorfes benachrichtigt. Nach ihrem Eintreffen stellen die Nachwuchs-Brandschützer fest, dass sie Unterstützung benötigen, weil sich auch noch Personen in dem Gebäude befinden. Deshalb werden benachbarte Wehren alarmiert.

Das war die Ausgangslage der Herbst-Abschlussübung für die Eiderstedter Jugendwehren aus dem Betreuungsgebiet Süd des Kreisfeuerwehrverbandes. Wenige Minuten nach dem Anruf des Hinweisgebers in Person des Wehrführers Oliver Tetzlaff ertönte zuerst das Martinshorn des Tetenbüller Löschfahrzeugs. Bald darauf erreichten aus allen Richtungen weitere Einsatzfahrzeuge mit jugendlichen Kräften in Einsatzanzügen und mit Schutzhelmen die Brandstelle am Möhlendiek. Routiniert rollten die rund 50 Akteure die mitgeführten Schläuche aus und stellten die Wasserversorgung aus einem Hydranten und aus einem Graben in rund 300 Metern Entfernung sicher. Pumpen erhöhten den Druck des Wassers, mit dem sie die Außenmauern des gesamten Gebäudes vorsichtshalber bespritzten. Übungs- schläuche wurden in die vom Schwelbrand betroffenen Räume verlegt. Darin suchten fiktive Atemschutz-Geräteträger erfolgreich nach den vermissten Personen. Der Kollege des Hausmeisters wurde als mannsgroße Puppe auf einer Trage abtransportiert. Die beiden Schüler gelangten in Begleitung von Rettungskräften unversehrt ins Freie. „Wir hatten keine Angst“, erklärten Brian und Jelle übereinstimmend. Jedoch habe der künstlich erzeugte Rauch gestunken, so die beiden Neunjährigen.

„Übungsende, alle Personen gerettet, und das Feuer ist aus“, verkündete nach rund 45 Minuten Einsatzleiter Thies-Ole Johns über Funk. Nachdem die teilnehmenden Jugendwehren aus dem Ort des Geschehens, sowie aus Garding, Oldenswort, Tönning, und vom „Roten Hahn“ (Witzwort, Uelvesbüll, Norderfriedrichskoog) alle Gerätschaften verstaut hatten, trafen sie sich zu einer Abschlussbesprechung. Dabei zogen Tetenbülls Jugendgruppenleiter Christian Andresen und der Einsatzleiter eine insgesamt positive Bilanz des Ablaufs. „Bei den Absprachen ist noch Luft nach oben“, sagten sie.

Lobend äußerten sich der stellvertretende Jugendwart des Kreises, Peter Timon, sowie Amtswehrführer Heinz-Dieter Hecke und der stellvertretende Bürgermeister Frank Matthiesen. Sie dankten den Jugendlichen und ihren Ausbildern für ehrenamtliches Engagement zum Schutz der Bevölkerung.


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