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Herausragende Künstler in einmaliger Landschaft

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Übergang Schleswig-Holsteins und damit auch Nordfrieslands vom dänischen Gesamtstaat zum Königreich Preußen und zu Deutschland brachte auch in der Entwicklung der Malerei einen deutlichen Einschnitt. Diese These vertrat der Kunsthistoriker Dr. Uwe Haupenthal, seit 1991 Leiter des Niebüller Richard-Haizmann-Museums und seit 2011 Geschäftsführer des Museumsverbundes Nordfriesland, in seinem Vortrag „Zwischen Tradition und Aufbruch – Nordfriesische Maler und die Moderne“ im Nordfriisk Instituut in Bredstedt. Es handelte sich um den Abschluss der von der Nord-Ostsee Sparkasse geförderten Reihe „23. Nordfriesisches Sommer-Institut“. Deren Veranstaltungen stießen auf lebhafte Resonanz, das hob Institutsdirektor Prof. Dr. Thomas Steensen in seiner Begrüßung hervor.

In dänischer Zeit besuchten Maler aus Nordfriesland wie etwa der Porträtist Christian Albrecht Jensen (1792-1870) oder Christian Carl Magnussen (1821-1896) die Kunstakademie in Kopenhagen. Auch der als „Friesenmaler“ bekannte Carl Ludwig Jessen (1833-1917) studierte dort. In der deutschen Zeit orientierten sich Richard von Hagn (1850-1933), Jacob Alberts (1860-1941), Otto Heinrich Engel (1866-1949) oder auch noch Albert Johannsen (1890-1975) an den deutschen Kunstschulen etwa in Weimar oder in Düsseldorf, so Haupenthal. Angeregt wurden sie alle von den besonderen Reizen der nordfriesischen Landschaft. Viele Menschen etwa in den großen Städten nahmen Nordfriesland anhand der Gemälde überhaupt zum ersten Mal wahr.

Ein herausragender Künstler unter Nordfrieslands Malern war Hans Peter Feddersen (1848–1941). Insbesondere seine Landschaftsbilder verdienten weit mehr Beachtung, als sie gegenwärtig erfahren, hob Haupenthal hervor. Mit elementarer malerischer Kraft habe schließlich Emil Nolde (1867-1956) Nordfrieslands Landschaft und seinen Himmel um die ganze Welt geschickt. Wünschenswert wäre eine Gesamtschau der Malerei, die in Nordfriesland ihre Motive fand, so der Referent abschließend, in einem entsprechend ausgestatten Museum oder in einem umfassenden Druckwerk.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 21:00 Uhr

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