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Husumer Nachrichten

23. September 2017 | 04:11 Uhr

Mildstedt : Heldenhaft durch Sand und Schlamm

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Sport-Event „Friesen-Hero“ der Gemeinschaftsschule Mildstedt robbten und rannten Schüler und Schulpersonal durchs Biotop.

von
erstellt am 16.Jul.2017 | 10:00 Uhr

„Friesen-Hero“ – hinter diesem Namen verbirgt sich das nagelneue Event der Gemeinschaftsschule Mildstedt. Monatelang wurde geplant, tagelang gebuddelt, Wasser geschleppt, Wände aufgestellt, Reifen ausgelegt, Gitter und Seile gespannt, Strohballen gestapelt und das Ganze getestet. Trotz alledem bestellten Sportlehrer Martin Kock und Schulhausmeister Jörg Markussen für das Event auch noch einen Rettungswagen mit Besatzung. Gestern war die Stimmung fünf volle Stunden lang auf dem Siedepunkt, und außer dem Auflegen von ein paar „Cool Packs“ brauchten Angelika Seffrin und Ivonne Baude vom Malteser-Rettungsdienst nicht weiter einzugreifen.

An den Start gingen gut 100 Schüler den Klassen 8, 9 und 10 – das absolute Highlight lieferten dann eine Stunde vor Schluss 15 Lehrer sowie Schulsekretärin Sandra Rahn und Schulhausmeister Jörg Markussen ab – unter tosendem Beifall gingen sie selbst auf die Bahn, die quer durchs Schulbiotop führte. Klar doch, dass sie dabei von vielen Schülern begleitet wurden – die ihre Lehrer einmal in ganz anderer, ganz ungewöhnlicher Pose erleben wollten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Damen und Herren haben sich äußerst wacker geschlagen; ja – sie waren sogar echte Vorbilder für Durchhaltevermögen und Tapferkeit! Dass der eine oder die andere dabei schon mal bäuchlings im Teich landete oder beim Herauskraxeln aus dem lehmigen Schlammbad erneut im undefinierbaren Sud landete und dies ohne zu Jaulen wegsteckte – nun, das spricht einmal mehr für die Standfestigkeit des Schulpersonals.

Und wie sah der Parcour nun aus? Mit einem kräftigen Anlauf galt es zunächst „The Tower“ (einen großen Strohrundballenturm) zu überwinden. Bereits hier war Teamgeist gefordert – „denn“, so Initiator Martin Kock, „wir wollen hier keine Einzelsieger, keine Schnelligkeit – sondern ein Miteinander sehen.“ War dies geschafft, folgte in einiger Entfernung ein großer Container, der randvoll mit Wasser gefüllt war. Nach dem Sprung dort hinein musste dann in der Beckenmitte nochmal unter einem Brett hindurchgetaucht werden. Am Ende dann der Sprung hinunter auf eine dicke Matte.

Pitschnass folgte dann in einiger Entfernung die nächste Schikane – genannt „The Gap“ (der Spalt). Nicht einfach, so nass unter den Drahtgestell auf Sand hindurchzukriechen. Und danach mit Anlauf hinein in den Graben – und an lehmigen Steilwänden auch wieder hinaus. War dies geschafft, wartete in schöner Umgebung des 1,7 Hektar großen Schulbiotops der Balken.

Nur mit kräftigem Zupacken einiger Helfer konnte später die hohe Wand überwunden werden. Der absolute Hit zum Schluss: Unter den anfeuernden Rufen einer großen Zuschauermenge musste dann Hindernis Nr. 10, der Teich, durchquert werden. Dabei gab es immer wieder einige Ausrutscher. Doch aufgepasst: Das war erst die erste Runde – zwei weitere folgten.

Am Ende gab es 600 Portionen Eis für alle Teilnehmer aus dem Schulkiosk. Und natürlich eine große Medaille. Das auf Nachfrage signalisierte übereinstimmende Fazit lautete unüberhörbar und vielstimmig: „Einfach super!“ Entsprechend laut kamen dann die Bitten nach einer Wiederholung dieser gelungenen Veranstaltung. Dazu Martin Kock und Jörg Markussen: „Diesem Wunsch möchten wir gerne nachkommen. Wir werfen uns schwer ins Zeug – im nächsten Jahr gibt’s eine neue Ausgabe. Und wir versprechen jetzt schon mal – es wird noch viel spannender!“ Starker Beifall – und Schulschluss für alle.

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