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Kitesurf World Cup in St. Peter Ording : „Heil bleiben“ lautet die Devise

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kite-Surfen: Der Lutzhorner „Sick Rick“ Jensen will beim World Cup in St. Peter Ording mit Köpfchen zum Erfolg surfen.

St. Peter-Ording | In seiner ersten Pressenotiz war er noch nicht beim Namen genannt worden: „Ein Junge (13) aus Lutzhorn hat die Naturgewalt des Windes unterschätzt – und mit seinem Lenkdrachen einen unfreiwilligen Luftsprung gemacht. Danach landete der Schüler höchst unsanft auf dem Boden der Tatsachen und verletzte sich an den Rippen.“ Laut Polizeibericht hatte er sich bei orkanartigen Böen mit einem Bauchgurt am Boden angepflockt, doch dieser hatte sich gelöst.

13 Jahre ist das jetzt her. Ein namenloser junger Mann ist Rick Jensen schon lange nicht mehr. Der Blondschopf hat inzwischen die Cover fast aller wichtigen Fachmagazine geziert. Sein Sport: Kitesurfen.

Der Spot vor der Haustür ist St. Peter-Ording. Und eben dort macht seit Freitag an die Weltelite dieses Trendsports Station. Dann nämlich beginnt der zehn Tage dauernde Think Blue Kitesurf World Cup. Er ist eine Station der World Tour und lockt mit einem Preisgeld von 52.000 Euro die Stars der Szene an – und die Zuschauer: 180.000 waren es nach Angaben des Veranstalters im vergangenen Jahr.

Und Jensen ist endlich wieder dabei. „Die Knochen sind soweit heil. Das wird mal wieder ein richtig schönes Spektakel“, verkündete der 26-Jährige. 2013 hatten ihn gebrochene Rippen ausgebremst, 2012 war das Wadenbein kaputt. Resultate seiner waghalsigen Stunts auf dem Wasser, denn Jensen gilt in der Szene als Radikal-Surfer. Immer neue Moves, wie die Kiter ihre waghalsigen Sprünge mit Kombinationen aus Pirouetten, Umschwüngen und Drehungen nennen, hat er in seiner Karriere erfolgreich gestanden. Zahlreiche davon auf Video gebannt und im Internet veröffentlicht – auch wenn’s mal schief ging.

Doch „Sick-Rick“, wie er von Freunden auch genannt wird, ist ruhiger geworden. Etwas nur, aber immerhin. „Ich habe mehr mit Köpfchen gesurft – und weniger riskant“, sagt er. Neben dem Sport gilt die Konzentration dem Maschinenbaustudium an der Fachhochschule in Kiel. Kommendes Jahr will er seinen Master-Abschluss machen.

Daher sei er in diesem Jahr auch weniger als früher gefahren. Zwei Wochen Uni-Pause habe er sich im Mai dennoch gegönnt, um an einem Wettkampf in den USA teilzunehmen. „Das war zwar kein offizieller Tourstopp, aber trotzdem international besetzt“, so Jensen, der dort den dritten Platz belegte.

Zum Kreis der Favoriten zählt Jensen in St. Peter-Ording nicht unbedingt. „So viele Teilnehmer wie hier gibt es nirgendwo sonst auf der Tour“, ordnet er das hohe Niveau auf dem Wasser und am Strand ein. Wichtig für ihn ist daher die Gesundheit. „Heil bleiben“ lautet die Devise – nicht zuletzt, weil er parallel dazu weitere Projekte voran treibt, wie das Pangea-Festival in Rostock, wo er für den Aufbau der Skate- und Wasserskibereiche zuständig ist.

> www.kitesurfworldcup.de

> www.rickjensen.de

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