Norderfriedrichskoog : Haushalt mit Lichtblicken

Der Ansatz für die Gewerbesteuer erhöht sich rund um das Dreifache auf 1,5 Millionen Euro.
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Der Ansatz für die Gewerbesteuer erhöht sich rund um das Dreifache auf 1,5 Millionen Euro.

Die Gemeinde hat deutlich höhere Gewerbesteuer-Einnahmen und gleichzeitig weniger Belastungen durch Umlagen.

shz.de von
13. April 2018, 12:00 Uhr


Der Haushalt für das laufende Jahr stand im Mittelpunkt der Norderfriedrichskooger Gemeindeversammlung. Der Etatplan, die Satzung und der Stellenplan wurden von allen anwesenden Einwohnern einstimmig gebilligt.

Zu den auffälligen Abweichungen von den Ansätzen für 2017 gehört die Gewerbesteuer. Der Ansatz erhöht sich rund um das Dreifache auf 1,5 Millionen Euro bei gleichbleibenden Steuersatz von 336 Prozent. Der Grund hierfür sei eine „Neubemessung vieler Betriebe“ heißt es dazu im Vorbericht des Plans. „Außerdem führte eine hohe Nachzahlung im vergangenen Jahr zu einer tatsächlichen Gewerbesteuereinnahme von über drei Millionen Euro“, erklärte Sabrin Peters vom Amt Eiderstedt.

Ein weiterer finanzieller Lichtblick sind die um insgesamt 54.000 Euro verringerten Belastungen durch die Kreis- und Amtsumlagen. Dagegen verringert sich der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer um mehr als die Hälfte auf 289.000 Euro. Ein neuer Verteilungsschlüssel im Haushaltserlass sei hierfür ursächlich, so die Kämmerin auf Nachfrage. „Die Umlagen fressen unseren Anteil an Umsatzsteuer auf“, bemerkte die zweite stellvertretende Bürgermeisterin, Karin Hönicke.

Nach dem Ergebnis der Wegeschau sind für die Sanierung der Straße Weg 7 (Sommerdeich) auf einer Länge von 600 Metern knapp 30.000 Euro aufzuwenden. Eine Vereinbarung über eine Kostenteilung mit Uelvesbüll für den an der Gemeindegrenze verlaufenden Plattenweg ist nicht auffindbar. Alle stimmten für eine Ausschreibung dieser Arbeit und für Ausbesserungen an anderen Straßenabschnitten. Im Haushalt sind hierfür insgesamt 40.000 Euro veranschlagt worden.

Die übrigen Abstimmungen erfolgten einmütig. So wird das Wahllokal für die Kommunalwahl am 6. Mai bei Meike Munz sein. Sie wurde zugleich zur Wahlvorsteherin gewählt. Weitere sieben Personen stellten sich dafür zur Verfügung, sie zu unterstützen. Der Bürgermeister und seine Vertreter werden „urdemokratisch“ von allen Einwohnern zu einem späteren Zeitpunkt gewählt.

Elisabeth Lorenzen und Guido Röhe werden als Kandidaten für die Schöffenwahl gemeldet. Keine Einwände gab es gegen die Schlussbilanz zum 31.12. 2014, die Kai-Uwe Clausen als Mitglied im Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung vortrug und gegen den Budgetplan der Lokalen Tourismusorganisation (LTO) für 2018. Hierfür und für die Mitgliedschaft in dem eingetragenen Vereins „Husumer Bucht“ werden im Haushalt insgesamt 3.300 Euro eingeplant. Auf die LTO entfallen 2.544 Euro. Den Beitrag für den Mehraufwand dieser Organisation will die Gemeinde Norderfriedrichskoog aus dem Infrastrukturprogramm (fünf Euro pro Einwohner) decken.

Sandra Dircks nimmt Anmeldungen für einen Kinderausflug in den Spielpark in Wesselburen entgegen. Er soll am 22. April stattfinden. Für den 10. Juni ist ein Gemeindeausflug geplant.

Haushalt in Zahlen

Ergebnisplan
Erträge: 1,8 Millionen Euro
Aufwendungen: 1,7 Millionen Euro
Jahresüberschuss: 149.600 Euro
Finanzplan
Einzahlungen: 1,8 Millionen Euro;

Auszahlungen: 1,7 Millionen Euro

Einzahlungen aus Investitionstätigkeit: 6.200 Euro

Auszahlungen aus Investitionstätigkeit: 3.600 Euro

Einnahmen

Gewerbesteuer: 336 Prozent
(1,5 Millionen Euro)
Einkommenssteueranteil: 20. 500 Euro

Umsatzsteueranteil: 289.300 Euro
Ausgaben
Gewerbesteuerumlage: 305.800 Euro,
Finanzausgleichsumlage (Anteil Land): 370.900 Euro
Kreisumlage: 302.100 Euro
Schulkosten: 21.000 Euro
Amtsumlage: 210.600 Euro
Finanzausgleichsumlage (Anteil Kreis): 370.900 Euro

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