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Warten auf Tönning : Haushalt für Schul-Sanierung genehmigt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Friedrichstadt will rund 1,3 Millionen Euro in die energetische Modernisierung der Eider-Treene-Schule investieren. Noch kann nicht losgelegt werden, da Tönnings Haushalt noch nicht genehmigt worden ist.

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erstellt am 12.Jan.2016 | 17:30 Uhr

Sichtlich zufrieden ist der Friedrichstädter Bürgermeister Eggert Vogt. Denn in der vergangenen Woche wurde ihm mitgeteilt, dass der Haushalt der Stadt für das Jahr 2016 genehmigt worden ist. Damit kann nun die konkrete Planung für die energetische Sanierung der Eider-Treene-Schule beginnen. Die frühere Realschule in der Trägerschaft der Stadt, ist mittlerweile eine Außenstelle der Gemeinschaftsschule Tönning. Dennoch bleiben die finanziellen Angelegenheiten in der Hand der Stadt Friedrichstadt.

Eingestellt in den Haushalt 2016 wurden 1,219 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt der energetischen Sanierung. Vorgesehen sind dabei neue Fenster und besonders die Kuppelkonstruktion über der Aula, die bereits seit einigen Jahren Probleme verursacht. Immer wieder dringt dort Wasser ein. Doch damit sind die vorgesehenen Ausgaben für die Schule in dem Holländerstädtchen noch nicht ausgeschöpft. Weitere 152.000 Euro sollen in die Ausstattung der Schule investiert werden. Dazu gehören unter anderem elektronische Tafeln, Software und Lizenzen, Computer, für den Werkbereich Werkzeuge und Unterrichtssätze Physik.

Friedrichstadts Bürgermeister Eggert Vogt würde es sehr begrüßen, wenn die Vorbereitung für die Millionensanierung schnell in Angriff genommen werden. Doch da muss sich das Holländerstädtchen noch gedulden. Da die Mutterschule Eider-Treene-Schule in Tönning steht, werden dort auch die Bauarbeiten koordiniert. Und der Tönninger Haushalt ist noch nicht genehmigt. Losgelegt werden kann aber erst, wenn die Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen. Zuständig für den Umbau ist das Bauamt der Stadt Tönning. Von dort werden auch die Ausschreibungen koordiniert. Vogt: „Ich hoffe, dass es schnell gehen kann, damit die Arbeiten größtenteils in den Sommerferien erledigt werden können. Dies ist ja die einzige Zeit, wo solch umfassende Sanierungen im laufen Schulbetrieb möglich sind.“

Eigentlich könnte die Friedrichstädter Gemeinschaftsschule wieder zurück in die Obhut der Stadt, denn Tönning als Mutterschule wurde nur ausgewählt, da das Kieler Kultusministerium bei der Umwandlung der Realschule in eine Gemeinschaftsschule von weiter sinkenden Schülerzahlen ausging. Prognostiziert worden waren der Schule 240, für die Eigenständigkeit hätten es aber 320 sein müssen. Doch tatsächlich besuchen gegenwärtig 340 Schüler die Friedrichstädter Einrichtung. Der Aufschwung ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Kinder aus dem Stapelholmer und Dithmarscher Raum in das Holländerstädtchen kommen.

Die Schule in der Schleswiger Straße wurde Mitte der 1970er Jahre gebaut. Das Gebäude entspricht längst nicht mehr den energetischen Anforderungen – daher soll es saniert werden. Der erste Schritt wird rund 1,3 Millionen Euro verschlingen. Zwei weitere Ausbaustufen sind dann in den nächsten Jahren geplant, insgesamt sind für die Sanierung 3,6 Millionen Euro eingeplant.

Diese Summe kann die hochverschuldete Stadt aber nicht alleine stemmen. So wird nun in allen Richtungen nach Zuschüssen gesucht. „Noch kann ich nichts Konkretes nennen“, sagt Vogt, aber das Land habe signalisiert, dass Mittel zur Verfügung stehen. In welcher Höhe, weiß ich aber noch nicht.“

Die Stadt hat in den vergangen Jahren viel in den Ausbau der Eider-Treene-Schule investiert. Im vergangenen Jahr waren es 446.000 Euro, die in den Bau von drei naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume gesteckt wurden. Ausgestattet sind sie mit modernsten Materialien, unter anderm mit so genannten Whiteboards, elektronischen Schultafeln.

Doch damit nicht genug. Zusätzlich musste die Stadt noch einmal tief in die klamme Kasse greifen. Wegen der unerwartet vielen Schüler, die sich für das Schuljahr 2015/16 angemeldet hatten, mussten drei Unterrichtscontainer aufgestellt werden. Der Stückpreis liegt bei rund 30.000 Euro.

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