Städtebauförderung für Baugebiet Hockensbüll : Hausbau in Husum kann losgehen

Das Baugebiet Hockensbüll aus der Luft.
Das Baugebiet Hockensbüll aus der Luft.

Die letzten 600.000 Euro Fördermittel aus Kiel fließen und bilden eine Voraussetzung für den Start der Vermarktung.

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27. Februar 2019, 16:45 Uhr

Das Innenministerium hat der Stadt Husum weitere Fördermittel in Höhe von 600.000 Euro für den Städtebau frei gegeben. Das gab gestern Staatssekretärin Kristina Herbst bekannt. Gedacht ist das Geld für den Bau einer Lärmschutzwand sowie die Verlegung eines Gehweges im Baugebiet Hockensbüll.

Der Lärmschutz sei eine der Voraussetzungen, um nun mit der Vermarktung und Bebauung der neu geschaffenen Baugrundstücke zu beginnen. Einen unverbindlichen Info-Abend hatte es Mitte November im Rathaus für interessierte Bauherren gegeben, der stark besucht war.

„Durch diese Maßnahme wird die umfangreiche Umgestaltung des Sanierungsgebiets beendet. Ich freue mich, dass mit dem anschließenden Verkauf der Grundstücke auch der im Jahr 2005 begonnene Stadtumbau abgeschlossen werden kann“, erklärte Herbst in Kiel.

Die Entwicklung der ehemaligen sogenannten Gewoba-Siedlung mit Schlichtwohnungen aus den 1950er Jahren zu einem Wohngebiet mit vielfältigen, zeitgemäßen und bedarfsgerechten Wohnangeboten wird seit 2005 mit Mitteln des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau West“ gefördert. Mit diesem Programm unterstützen Bund und Land die Städte bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels. Seit 2005 wurden insgesamt rund 4,5 Millionen Euro für den Stadtumbau in Husum bereitgestellt.

Das Innenministerium hatte dem Einsatz weiterer Städtebauförderungsmitteln in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro für den Bau der Wohnstraßen, Wohnwege und des Spielplatzes bereits vor gut einem Jahr zugestimmt. Bund und Land unterstützen die Stadt Husum mit je einem Drittel der Ausgaben, ein Drittel trägt die Stadt selbst.

Die Freigabe der abschließenden Summe freut auch Bürgermeister Uwe Schmitz, „weil nun die Vermarktung Fahrt aufnehmen kann.“ Er beobachtet, dass auch andere Kommunen die Städtebauförderung wieder für sich entdeckt hätten, nachdem sie aus verschiedenen Gründen eine Weile aus dem Blick geraten gewesen sei.

"Jetzt kann die Vermarktung der Grundstücke Fahrt aufnehmen." Uwe Schmitz, Bürgermeister
 

Auch die Politik gratuliert. Gestern meldeten sich Astrid Damerow, Bundestagsabgeordnete der CDU, und ihr Parteikollege Klaus Jensen aus der Landtagsfraktion zu Wort. Sie zeigten sich „hocherfreut“ über die Mitteilung des Innenministeriums, dass die Fördermittel freigegeben wurden. „Wir freuen uns sehr, dass nun bald mit dem Verkauf der Grundstücke begonnen werden kann. Es werden hoffentlich etliche Familien glücklich gemacht. Denn nun besteht auch für sie die Möglichkeit, selbst ein Heim zu bauen. Das ist ein großer Wunsch vieler Familien, der im Baugebiet Hockensbüll nun in Erfüllung gehen kann.“

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