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Einzug moderner Technik : Hausaufgaben per Datenautobahn

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Sieben Schulen des Schulverbandes Mittleres Nordfriesland nutzen bereits das neue EDV-System. Auch in Joldelund, wo es noch kein Glasfaser gibt, reicht die Datenübertragung gerade noch aus.

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erstellt am 21.Mär.2016 | 16:00 Uhr

Neu, flexibel, individuell: Das EDV-System IServ hat in den sieben Schulen des Schulverbandes Mittleres Nordfriesland Einzug gehalten und wurde in der jüngsten Verbandssitzung vorgestellt. Carmen Alsen, Schulleiterin der Gemeinschaftsschule Bredstedt und Karin Bendixen, die den EDV-Bereich aller Schulen im Verband inne hat, erklärten die vielseitigen Möglichkeiten, die das neu installierte System bietet. Nach der Devise „Augen zu und durch“ seien Anfangsschwierigkeiten, wie eine komplett lahm gelegte Technik während der Installation, für sie erträglicher geworden, so Carmen Alsen. Lehrer und Schüler können auf den Server zurückgreifen, Inhalte sind lesbar, hörbar sowie vom Handy oder Tablet aus zu handhaben. Das Breitbandnetz ist ein „Wahnsinnsvorteil“, sagte Karin Bendixen mit Blick auf das große Datenvolumen. Zu Gemeinden wie Joldelund, wo Glasfaser noch nicht aktuell ist, meinte sie, dass es derzeit mit dem Datentransport noch gerade gehe. Allerdings sei es für weitere Medien entlang der Datenautobahn irgendwann nicht mehr ausreichend. IServ ermöglicht ein jahrgangs- und flächenübergreifendes Lehren und Lernen, unabhängig von Zeit und Raum. Unterrichtsmaterialien werden online bereitgestellt und bearbeitet, die Ergebnisse können dann von zu Hause aus in die Schule übertragen werden. Jeder einzelne Benutzer ist unter einer eigenen E-Mail-Adresse zu erreichen. Das System bietet offene und geschützte Bereiche für Gruppen, wie Klassen, Kurse oder Arbeitsgemeinschaften, in denen ein virtueller Austausch stattfinden kann. „Im IServ steckt jede Menge Potenzial und ich vergleiche es gerne mit den Anfängen der E-Mail. Früher hat man sich Briefe geschrieben“, so Karin Bendixen.

Weiteres Thema: Für die Einrichtung einer Offenen Ganztagsschule an der Grundschule Langenhorn gab es einstimmig grünes Licht auf Empfehlung des Hauptausschusses. Zuvor hatte die kommissarische Schulleiterin, Mareike Jacobsen, das Konzept vorgestellt. 140 Schüler aus Langenhorn, Ockholm, Bargum, Lütjenholm und Effkebüll besuchen derzeit die Friedrich-Paulsen-Schule (FPS). Links und rechts davon befinden sich zwei evangelische Kindertagesstätten, inklusive Krippe für Ein- bis Dreijährige. Der Bedarf wäre demnach da und wurde mit einer Abfrage von Eltern bestätigt. Großartige Umbaumaßnahmen sind nicht nötig, da die FPS über fast alles Nötige von Schulküche, Betreuungsangebote mit vorhandenen Räumen sowie Außenanlagen verfügt. Etwa 12  000 Euro müssten für zusätzliche Stühle, Tische, Geschirrspüler und anderen Dingen ausgegeben werden. Beginn der Offenen Ganztagsschule ist das Schuljahr 2016/2017, die Betreuung wird vier Tage in der Woche von 7 bis 15 Uhr, sowie freitags von 7 bis 14 Uhr abdecken. Das Mittagessen wird von der Fachklinik Riddorf angeliefert, wobei es jedem Kind freisteht, das Angebot einer warmen Mahlzeit anzunehmen. Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt in zwei Gruppen, wobei nach Möglichkeit die Klassenstufe berücksichtigt werden soll. Kurse am Nachmittag finden von 14 bis 15 Uhr statt. Zahlreiche Erwachsene haben bereits signalisiert, mitzuhelfen, wie Mareike Jacobsen erfreut erzählte.

Vorsteher Dr. Edgar Techow berichtete, dass der ADS-Kindergarten vier Räume in der Grundschule Bredstedt bezogen hat. Die notwendigen Umbaumaßnahmen – ein Raum wurde zur Küche, ein anderer zu Toiletten – finanzierte die Stadt Bredstedt. So wird es auch künftig mit anstehenden Reparaturen sein. Kleinere Dinge erledigt dann wiederum der Hausmeister der Schule, demnach zahlt der Schulverband dafür. Das gilt auch für die Versorgungskosten – Licht, Wasser, Strom – sowie die Reinigungskosten. Für die Nutzung bezahlt der ADS-Kindergarten mehr als 1700 Euro monatlich an den Verband, inklusive jährlicher Anpassung. Die Runde stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. „Wir können sehr damit zufrieden sein und ich denke, der Kindergarten ist es auch“, so Dr. Techow.

Weitere Themen: An der Gemeinschaftsschule Bredstedt wird neuerdings frisch gekocht, worüber „alle begeistert“ sind, so Carmen Alsen. Begeistert ist auch die Grundschule Bredstedt über die „unkomplizierte Zusammenarbeit“ mit dem dortigen ADS-Kindergarten, sagte Renate Harrsen, Leiterin der künftigen 2-B-Schule.

Pläne für die Sanierung der Sportplatzfläche in Langenhorn gehen in die nächste Beratungsrunde, in Joldelund wird mit der Sanierung des Trainingsplatzes aus Eigenmitteln – Muskelkraft des TSV Goldebek, Gemeinde, Zuschuss vom Kreissportverband - begonnen. Ob sich der Schulverband finanziell daran beteiligt, wird sich erst später entscheiden.

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