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Gilt auch für Fünfjährige : Hauptsache, Musik macht Spaß

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Langenhorner Spielmannszug wirbt schon im Kindergarten für Nachwuchs . In der Rhythmusgruppe dürfen die Lütten dann ordentlich Krach machen. Wer will, kann in Langenhorn auch den Goldenen Notenschlüssel erwerben.

„Man kann gar nicht früh genug anfangen, Kinder für Musik zu begeistern.“ Hans Peters, Vorsitzender des Fördervereins Spielmannszug Langenhorn, weiß, wovon er spricht. Seit Jahren kümmert er sich um Nachwuchsspieler und kann sich jedes Mal königlich freuen, wenn er die wachsende Begeisterung der „Neuen“ miterlebt.

So erging es ihm auch im vergangenen Herbst. Da hatte er erstmalig im Kindergarten bei den Lütten dafür geworben, bei einer Rhythmusgruppe mitzumachen. Spontan meldeten sich 24 Mädchen und Jungen. 18 von ihnen blieben letztlich dabei und sind mit viel Elan bei der Sache. Gemeinsam werden sogar selbst Rhythmus-Instrumente wie Trommeln und Rasseln gebastelt – „eben alles, was Krach machen kann“, wie Peters schmunzelnd erzählt. Jeden Freitag von 16.30 bis 17.30 Uhr geht’s rund in der Friedrich-Paulsen-Schule. Unter fachkundiger Leitung wird getrommelt und gerasselt, was das Zeug hält – und so ganz nebenbei das Gehör und die Fingerfertigkeit geschult. Singen, Spielen und viel Spaß haben sind die anderen drei Säulen, auf denen dieser spezielle Unterricht für die Kleinen aufgebaut ist. Im Anschluss bleiben dann noch die sechs Kinder, die schon einen Schritt weiter in Richtung Spielmannszug gehen. Sie lernen Querflöte und haben den Ehrgeiz, bald beim großen Verein mitmachen zu können.

Wer will, kann in Langenhorn auch den Goldenen Notenschlüssel erwerben. „Das ist gewissermaßen das Seepferdchen in der Musik“, erläutert Peters. Ziel dieses Junior-Leistungsabzeichens ist es, die Spielfreude der Kinder für ihr Instrument zu fördern und zu erhalten und die Kinder in ihrer Persönlichkeitsbildung zu stärken.

Wer nun Lust bekommen hat, einmal bei einem Übungsnachmittag reinzuschnuppern, der darf am Freitag (20.) um 16.30 Uhr in die Schule kommen. Das können nicht nur Vorschulkinder sein, sondern durchaus auch Mädchen und Jungen über acht Jahre. Denn der Verein versucht, kontinuierlich alle Jahrgänge in seine aktiven Musikgruppen zu integrieren. Wer sich tüchtig ’ranhält mit dem Üben, der hat sogar die Chance, mit der Truppe zum Jugendaustausch nach Taksony bei Budapest zu fahren. Denn im kommenden Jahr ist ein Gegenbesuch der Nordfriesen bei den ungarischen Freunden geplant.

Den Langenhorner Spielmannszug gibt es bereits seit 1956. Zurzeit hat er 80 Mitglieder, davon 25 im spielfähigen Alter. „Wir hatten auch schon mal mehr als 60 Aktive“, blickt Peters zurück. Aber die Zeiten änderten sich eben, und die Jugend von heute sei durch Schule und zahlreiche Termine an den Nachmittagen schon so in Anspruch genommen, dass häufig die Zeit fehle, zur Übungsstunde zu kommen. Ein Einschnitt sei auch die Schließung der Hauptschule in Langenhorn gewesen. Die Kinder und Jugendlichen, die jetzt in Bredstedt zur Schule gehen, haben nun auch dort ihre Freunde und orientieren sich mehr nach Bredstedt.

Aber für Hans Peters gilt nach wie vor: Je früher man ein Samenkorn legt und pflegt, umso kräftiger kann das Pflänzchen später werden.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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