Husum : Hauptausschuss bei der Feuerwehr

Birgitt Encke (r.) nahm auch selbst einmal schweres Rettungsgerät in die Hand. Unterstützt wurde sie dabei von Feuerwehrmann Heiner Hansen.
Birgitt Encke (r.) nahm auch selbst einmal schweres Rettungsgerät in die Hand. Unterstützt wurde sie dabei von Feuerwehrmann Heiner Hansen.

Besuch beim Übungsabend mit praktischen Beispielen: Husums Stadtpolitiker zollten den Einsatzkräften großen Respekt.

shz.de von
31. Mai 2018, 11:00 Uhr

Blick hinter die Kulissen: Mit der Einladung zu einem regulären Übungsabend gaben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Husum den Mitgliedern des elfköpfigen Hauptausschusses erstmals die Gelegenheit, sich auf der Wache über den Dienst der 120 Einsatzkräfte zu informieren. Angenommen wurde das Angebot von Norbert Pfeiffer (FDP), Birgitt Encke und Christian Czock (CDU) sowie Inge Zimmermann (SPD) und Reimer Tonder (WGH). Mit von der Partie waren außerdem Bürgermeister Uwe Schmitz, der Dienstherr der Wehr sowie Ordnungsamtsleiter Malte Hansen.

„Wir möchten Ihnen einen Einblick in die Feuerwehr geben, die Sie eigentlich schon kennen. Dennoch möchten wir Ihnen heute einmal das Equipment und die Ausbildung an einigen Beispielen vorführen, damit Sie sich selbst ein Bild von unserer Arbeit in der Praxis machen können“, erklärte Gemeindewehrführer Jürgen Jensen.

Interessiert nahmen die Gäste schließlich die Fahrzeugflotte in Augenschein, zu der unter anderem drei Löschfahrzeuge, zwei Hilfs- und Löschfahrzeuge, eine Drehleiter und ein Rettungsboot sowie zwei Einsatzleitfahrzeuge zählen. Uwe Schmitz nutzte die Gelegenheit, sich mit der Drehleiter aus schwindelnder Höhe einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Inge Zimmermann und Birgitt Encke nahmen dagegen „in voller Montur“ mit Schere und Spreizer selbst einmal Rettungsgerät in die Hand. „Das ist interessant, aber auch richtig schwer. Davor kann man nur Riesenrespekt haben“, lautete am Ende das Urteil der Politikerinnen, nachdem sie sich erfolgreich am Aufschneiden des Türrahmens eines Übungsautos versucht hatten.

Für den Ernstfall gerüstet sein bedeutet für die Aktiven üben, üben, üben. „Die Handgriffe müssen bei Nacht und Nebel, im Regen und bei Kälte sitzen. Dabei geht es immer um Sicherheit. Aber Routine braucht es auch, um in Stresssituationen ruhig zu reagieren und psychische Belastungen im Nachhinein gut zu verarbeiten“, sagte Gruppenführer Mark Lohner zu den Gästen.

Die Einsatzkräfte erläuterten jedoch nicht nur ihren Zuschauern das umfangreiche technische Gerät. Die Aktiven tauschten sich auch untereinander intensiv aus. Denn für die sechs Gruppen stand der turnusmäßige Fahrzeugwechsel an. „Die Besatzungen tauschen regelmäßig die Fahrzeuge, damit sie auf jedem Wagen ‚fit‘ sind“, erläuterte Jensen.

Der Gemeindewehrführer nutzte – gemeinsam mit Uwe Schmitz – diesen besonderen Dienstabend außerdem, um Ehrungen und Beförderungen vorzunehmen. Die Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft sowie das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande für vier Jahrzehnte aktiven Dienst nahm Karl Jochimsen entgegen. Das gleiche Ehrenzeichen wurde auch Nils Spangenberg zuteil. Und für 30 Jahre Treue zur Wehr wurde Udo Hennings ausgezeichnet. Über das Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande für 25 Jahre aktiven Dienst freuten sich Dirk Paulsen und Maik Petersen. Erstmals in der Geschichte der Husumer Wehr wurde mit Wolfgang Feddersen außerdem ein Kamerad mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold (50 Jahre aktiv) ausgezeichnet.Mit seiner Beförderung steht Klaus Meves jetzt im Rang eines Feuerwehrmannes. Marten Vogler wurde zum Löschmeister ernannt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen