Schwabstedt Bauernmarkt : Handelsverein ist mit im Boot

Wollen konstruktiv zusammenarbeiten: (v.l.) Willy Mommens (HGV-Kassenwart), Bürgermeister Hartmut Jensen, Willi Hansen (2. HGV-Vorsitzender) und Mark Hansen (1. HGV-Vorsitzender).
Wollen konstruktiv zusammenarbeiten: (v.l.) Willy Mommens (HGV-Kassenwart), Bürgermeister Hartmut Jensen, Willi Hansen (2. HGV-Vorsitzender) und Mark Hansen (1. HGV-Vorsitzender).

Trotz hitziger Diskussionen: Die neue Schwabstedter Gemeindevertretung entscheidet sich ein weitere Zusammenarbeit.

shz.de von
27. Juli 2018, 12:00 Uhr

Nicht alle Schwabstedter waren einverstanden mit den Ergebnissen der Kommunalwahl und legten Einspruch ein. Somit erklärte der Vorsitzende des Wahlprüfungs-Ausschusses, Tobias von den Hoff (CDU), gleich zu Beginn der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung: „Die Feststellung der Wahlergebnisse war richtig.“

Und auch mit einem zweiten schwierigen Thema musste sich das neu formierte Gremium an diesem Abend beschäftigen: die Fortführung des Bauernmarktes. Viele Monate lang schwelte ein Konflikt zwischen der ehemaligen Schwabstedter Gemeindeführung und dem Handels- und Gewerbeverein (HGV) Kirchspiel Schwabstedt. Auslöser waren vor allem Differenzen um die traditionelle -Tombola. Der Bauernmarkt findet in diesem Jahr am Sonntag, 30. September, statt.

„Ich habe ein sehr gutes und konstruktives Gespräch mit dem HGV geführt“, sagte nun der neue Bürgermeister Hartmut Jensen (Die Linke). „Wir übergeben die Durchführung an den HGV. Ich halte die Anschuldigungen für nicht gerechtfertigt.“ Was folgte, war eine lange, hitzige Diskussion über Zuständigkeiten und darüber, dass sich verschiedene Gemeindevertreter nicht ausreichend informiert fühlen. Dann meldete sich Tobias von den Hoff (CDU) zu Wort. „Ich will das nicht wieder aufwühlen. Bis zum Bauernmarkt ist es nicht mehr lange hin. Wir sollten es für dieses Jahr in die Hände des HGV geben.“ Dafür erntete er Beifall von den zahlreichen Zuhörern. Trotzdem ging die Debatte weiter, bis Marco Clausen-Hansen (CDU) einen Schlichtungsversuch unternahm. „Es sind Fehler auf allen Seiten gemacht worden. Aber wenn wir nichts machen, gerät das Thema wieder außer Kontrolle“, betonte er. Letztendlich kam es dann doch zur Abstimmung, zunächst zum Antrag: „Gespräche über Bauernmarkt“. Das Ergebnis: fünf Mal Ja von FDP und WGS, sieben Mal Nein von CDU, Die Linke und SPD. Beim Thema „Organisation des Bauernmarktes wieder in die Hände des HGV geben“ votierte das Gremium mit sieben Ja-Stimmen von CDU, Linke und SPD sowie fünf Nein-Stimmen von FDP und WGS. „Somit beauftragen wir den HGV, den Bauernmarkt wieder zu übernehmen“, erklärte Jensen. Eike Hansen (WGS) monierte, dass die Gemeinde die Haftung übernehmen soll, obgleich sie nicht Veranstalterin des Bauernmarktes ist. „Und ob das der kommunale Schadensausgleich akzeptieren würde, ist fraglich“, gab sie am Ende zu bedenken.

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung der Gemeindevertretung, dass wir wieder mit im Boot sind“, erklärt HGV-Vorsitzender Mark Hansen auf Anfrage. Vorher habe es diverse Gespräche im Hintergrund gegeben. Nun hoffe er auf eine gute Zusammenarbeit. Die Planungen für die Traditions-Veranstaltung sollen sobald wie möglich beginnen.

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