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Rigoroser Bürgermeister : Halteverbot vor der Grundschule

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Um die Sicherheit zu gewährleisten, verhängt Rantrums Bürgermeister vor der Schule ein Halteverbot. Immer wieder blockierten Eltern mit ihren Autos die Straße, sodass der Bus nicht das Schulgebäude erreichen konnte.

Wann haben zuletzt so viele Erwachsene in einem Klassenraum Platz genommen? Zur großen Freude des Rantrumer Schulausschuss-Vorsitzenden Hans-Jürgen Becker (FDP) und Bürgermeister Horst Feddersen (SPD) waren neben mehreren Gemeinderäten auch etliche Eltern zugegen. Es gab Erfreuliches aus der ausschließlich von der Gemeinde Rantrum getragenen Grundschule zu berichten. Marion Michalski gewährleistet bis 14 Uhr eine Betreuung. Und Anfang September hat Anja Pape die Schulsozialarbeit übernommen. In der vierten Klasse gibt es neuerdings zum Wochenbeginn gemeinsam mit der Sozialbetreuerin einen Klassenrat. Rektorin Karin Maas teilte mit, dass es in den Klassen drei und vier keine Zensuren, dafür ein fünfseitiges Zeugnis gibt. Auch die Empfehlung für eine weiterführende Schulart entfällt.

„Ich habe nicht zu bewerten, warum etliche Eltern alles, was sie zur Erlangung des Führerscheines gelernt haben, vor der Schule über Bord werfen“, sagte Vorsitzender Hans-Jürgen Becker mit Blick auf die Verkehrssituation. Mehrfach konnte der Schulbus nicht an das Gebäude heranfahren, „denn“, so die Rektorin, „zu beiden Seiten der Straße standen Autos mit geöffneten Türen.“ Ein freundliches Schreiben zeigte keine Wirkung. Bürgermeister Horst Feddersen: „Vor der Schule besteht ab sofort totales Halteverbot, ein Schild wird aufgestellt, und es wird kontrolliert.“ Über die Aufstellung von Kinderfiguren, wie sie in Ostenfeld vorhanden waren, wird weiter beraten.

Die seitens der Kreisverkehrsaufsicht angeordnete Aufhebung der Einbahnstraßenregelung im Bereich „Zur Eiche“, der als Schulweg dient, ist nicht nachvollziehbar. „Ich werde die Schilder nicht abbauen lassen“, sagt Bürgermeister Feddersen. Einstimmige Unterstützung vom Schulausschuss: mit der Bitte, „dass der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung diese Entscheidung mitträgt.“

Schul- und Kindergartenkinder dürfen nachmittags nicht mehr gemeinsam betreut werden. Daher werden sie nach dem Unterricht von der Schulstraße aus zum Essen in den Kindergarten in der Raiffeisenstraße gehen, um dann wieder zurück zu marschieren. Ausschuss-Vorsitzender, Gemeinde-Chef, zwei Vertreter der Schule und drei Elternvertreter wollen sich demnächst zu Beratungen zusammensetzen, um eien Lösung für die Kinderbetreuung in Rantrum zu finden. Umgebaut werden soll der Bereich des Fahrradstellplatzes 12 000 Euro sind im Haushalt eingestellt.

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erstellt am 09.Okt.2014 | 14:00 Uhr

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