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Husumer Nachrichten

24. August 2017 | 11:22 Uhr

Hallig Hooge : Hallig-Taler schafft Probleme

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Seit fünf Jahren zahlen Besucher die Kurabgabe – ein optimales „Inkassokonzept“ gibt es nicht. 2018 kommt der Johannes-Groschen hinzu.

Der alljährliche Reiseleiter-Stammtisch, ein Austausch zwischen Touristikern und den auf der Hallig Hooge für den Tourismus Verantwortlichen fand jetzt im Kreishaus in Husum statt. Wie so oft ging es um Geld. Genauer gesagt um die Modalitäten bei der Zahlung des Halligtalers, einer Kurabgabe in Höhe von einem Euro für die Besucher der Hallig. Seit fünf Jahren wird der Taler kassiert, inzwischen hat der Obolus der Hallig 300.000 Euro an Einnahmen beschert.

„Es gab schon immer einige Probleme bei der Zahlung des Talers“, betonte Hallig-Bürgermeister Mathias Piepgras. Bei Reiseleitern mit ihren Gruppen nicht, aber bei den Personen, die nicht im Rahmen einer Gruppe angereist waren schon. Die müssen dann am Anleger auf der Hallig kontrolliert werden, und das ist sehr Personalaufwendig. Das Personal aber muss bezahlt werden. Schon bei Einführung des Talers gab es Schwierigkeiten. Den Taler gleich an Bord im Zusammenhang mit dem Fahrpreis einzubehalten, wollten einige Reeder nicht. So war es bisher die Aufgabe des Hafenmeisters und seiner Mitarbeiter auf dem Eiland, die „Kurtaxe“ zu kassieren.

Dass die Hallig-Gemeinde das Geld dingend benötigt, machte Piepgras deutlich. „Wir haben acht öffentliche Toiletten, und die werden täglich gereinigt, das braucht Personal und das kostet Geld.“ Nur mit den rund 60.000 Euro Einnahmen durch den Taler im Jahr könne man diesen Service vorhalten. „Fahrt mal nach Husum, da sind die Toiletten nicht so sauber“, betonte der Bürgermeister. Ein neues Konzept, wer wo und wann den Taler künftig kassiert, soll jetzt erarbeitet werden, so Erco Jacobsen vom Tourismusbüro der Hallig. Ab 2018 wird beim Besuch der Hallig-Kirche auch ein Johannes-Groschen (ein Euro) fällig, kündigte er an. „Das Geld ist für den Erhalt der Kirche und der Renovierung des Pastorats dringend erforderlich, die Lage der Kirche ist fatal“, betonte Karen Thiemann von der Kirchengemeinde der Hallig. Am Ende unterstützen die Reiseleiter die Notwendigkeit eines Johannes-Groschens ebenso, wie die Erarbeitung eines „Inkassokonzepts“ für beide Abgaben.

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