zur Navigation springen

Reparatur gelungen : Hallig Hooges Fähranleger wieder in Betrieb

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Hubbrücke auf Hallig Hooge funktioniert wieder. Der Hafenmeister und der Elektriker der Hafengesellschaft haben den Fehler im Eiltempo behoben. Eine vorherige Fernwartung hatte keinen Erfolg gebracht.

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 18:42 Uhr

Mitten im Weihnachtstrubel fiel in dieser Woche die Hydraulik am Fähranleger auf der Hallig Hooge aus. Eine sofortige Fernwartung brachte keinen Erfolg. Der Hafenmeister und der Elektriker der Hafengesellschaft Dagebüll rückten daher umgehend an. Zunächst sah die Lage an der hydraulischen Hubbrücke am Fähranleger gar nicht gut aus. Der Bauleiter der Hafengesellschaft, Andreas Petersen, war zufällig gemeinsam mit Geschäftsführer, Norbert Gades, vor Ort. Die Beiden hatten einen anderen Termin. Der Dagebüller Hafenmeister, Timo Kiekow, und der selbstständige Elektriker, Klaus Gosch, hatten vorab schon telefonisch versucht, den Fehler zu beheben. Denn: Bereits am Montag hatte die Hydraulik der Brücke am Fähranleger auf Hooge zeitweise ausgesetzt.

Daher konnte die „Hilligenlei“ auch nur an der Holzbrücke anlegen. Dort wurden die Kraftfahrzeuge dann über Planken an Land befördert. Als der gesamte Tross dann von der Fähre gelotst wurde, machten sich Timo Kiekow und Klaus Gosch sogleich an die Arbeit. Der Hafenbetriebsleiter kletterte auf den Turm, der pensionierte 68-jährige Elektriker half ihm. Denn er besitzt jahrelange Erfahrung mit Problemen bei Fähranlegern.

Ein zwischenzeitliches Telefonat mit dem gleichaltrigen Bauleiter Petersen verhieß aber zunächst nichts Gutes: Das Steuergerät schien defekt und müsse ausgetauscht werden. Laut Petersen würden dafür wohl einige Tage benötigt werden. Sowohl die Hafengesellschaft als auch die Gemeinde sind froh, dass die beiden Rentner Gosch und Petersen noch immer aktiv mit Rat und Tat helfen.

Kurz vor Ankunft der „Hilligenlei“ aus Langeneß für die Rückfahrt zum Festland meldete das eingespielte Duo Kiekow und Gosch Vollzug. Sie hatten den Fehler doch behoben. Nicht das Steuergerät war verantwortlich, sondern ein Kabelbruch. „Kleiner Fehler, große Wirkung“, beschrieb der 39-Jährige, der mit dem Elektriker unter Zeitdruck Abhilfe schaffen konnte, sodass die Fähranlage nun wieder in gewohnter Weise genutzt werden kann.

Denn: für solche Reparaturen, die ad hoc behoben werden müssen, blieb an diesem Tag noch weniger Zeit als normal. Auf dem Hinweg hatte die Fähre gegen Niedrigwasser, Strömung und Nebel anzuarbeiten, was die Anfahrt um eine Stunde verlängerte. Gestern war wieder alles in bester Ordnung – die Hubbrücke funktioniert.

Für den Geschäftsführer der Hafengesellschaft Dagebüll, der zugleich auch Vorstand des Kommunalunternehmen ist, eine erfolgreiche Synergie. Der Hafenmeister Kiekow, der für die Fährbrücken ausgebildet wurde, ist auch zuständig für die Häfen auf Langeneß, Gröde, Hooge und Schlüttsiel.Hintergrund ist, dass der Betreiber Hafen Dagebüll als Dienstleister für das Kommunalunternehmen Hafenbetrieb Schlüttsiel/Halligen arbeitet.

Für Gades ist es ein erfreuliches Zeichen, dass Unternehmen und Kommune gemeinsam auf höchsten Niveau, in kurzer Zeit und bei bester Laune zusammenarbeiten, „was es eine lange Zeit nicht gegeben hatte“, betont er: „Da fühlte sich niemand zuständig. Aber jetzt stimmt die Struktur.“ Vorher waren der Zweckverband Schlüttsiel zuständig, dem der Hafen Schlüttsiel gehörte, und die Häfen auf den Halligen, für das Amt Pellworm.

Dadurch seien die Strukturen unbeweglich und unübersichtlich gewesen, beschreibt der Vorstand des seit 2012 zuständigen Hafenbetriebs. Seinerzeit kamen die Zahlungen nur schleppend, der Zweckverband machte Gewinne, das Amt schrieb Verluste. „Seit der Hafenbetrieb zuständig ist, wurde der Umgang miteinander zivilisierter und strukturierter“, erklärt Gades. Es sei für die Bürgermeister, Amtsvorsteher und Vorstand Hafenbetrieb ein ehrliches und menschliches Miteinander.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen