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Husumer Nachrichten

25. November 2017 | 03:18 Uhr

Aus den Gemeinden : Hallenbau kann beginnen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Schulverband Witzwort vergab die Handwerker-Aufträge für die neue Turnhalle.

Vor ziemlich genau einem Jahr brannte die Turnhalle an der Witzworter Grundschule ab. Es soll ein Ersatzbau errichtet werden, da war sich der zuständige Schulverband einig. Und jetzt vergab er die Aufträge an die verschiedenen Handwerker. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 2,86 Millionen Euro. Allerdings hat sich Schulverbandsvorsteher Willi Berendt mächtig über die Gutachter geärgert: „Dor hett een vun den annern affschreven“, sagte er in der jüngsten Sitzung empört. „Das Gutachten ist fehlerhaft – und das Verfahren ist auch fehlerhaft. Unser Gutachter hat die Aufgabe, die er für uns übernehmen soll, nicht geleistet.“

Geführt worden seien mittlerweile etliche Gespräche wegen des Hallenneubaus. Die Zusammenarbeit mit dem Architekten und dem Amt Nordsee-Treene sei sehr gut. Hinsichtlich der Kosten ermittelte einmal ein Sachverständiger der Versicherung und ein weiteres Mal ein freier Sachverständiger. Und das ergab zuletzt ein gemeinsames Gutachten – mit dem eingangs genannten Ergebnis.

Das Schadengutachten datiert vom 26. April, ein Gespräch im Amt hat am 4. Juni stattgefunden. „Die Gesamtsumme war nicht zufriedenstellend“, resümierte der Vorsitzende verbittert und fügte an: „Dem Gutachten fehlte die Vollständigkeit. Vergessen waren Fenster, Türen und Weiteres.“ Ein Trost: „Die Versicherung hat mitgeteilt, dass die vergessenen Teile nachbezahlt werden.“ 900.000 Euro wurden angeboten – zuzüglich 245.000 Euro für den Zwischenbau. Dazu, dass der Betrag zu gering sei, sagte Willi Berendt: „Wir sind hier zum Neuwert versichert. Der eine Gutachter hat Preise angesetzt – da habe ich ihn gefragt, ob die von 1967 sind.“

Mit der Planung des Neubaus wurde Architekt Hauke Hassold beauftragt. Er stellte das Ergebnis der Submission vor, und der Verbandsvorsteher vermerkte aufmerksam: „Es gab teilweise erhebliche Preisunterschiede bei den Angeboten.“ Einstimmig verabschiedet wurden diese Vergaben: Rohbau 724.542 Euro, Zimmerer 223.545 Euro, Dachdecker/Klempner 149.078 Euro, Metallbau 169  684 Euro, Tischler 39.437 Euro, Malerarbeiten 45.905 Euro, Estrichbau Bodenbelag 19.607 Euro, Fliesen 63.582 Euro, Bodenbelag 13.582 Euro, Sporthallen-Ausbau 103.904 Euro, Reinigung 5.000 Euro, Sanitäranlagen 202.161 Euro, Heizungsanlagen 125.935 Euro, Lüftung 105.000 Euro, Elektroarbeiten 213.403 Euro, Blitzschutz 10.380 Euro, Turnhallen-Ausstattung und fest eingebaute Sportgeräte 45.307 Euro, Planungskosten 520.000 Euro. Wegen der Außenanlagen werde noch verhandelt. Die Maßnahme wurde einstimmig abgesegnet.

Weitaus erfreulicher fiel der Bericht von Schulleiter Jörg-Hinrich Meier aus: „Derzeit haben wir 93 Schüler und arbeiten gegenwärtig mit sieben Lehrkräften. Wir können den Kindern alle Angebote zugute kommen lassen. Neu dazu bekommen haben wir einen Bundesfreiwilligendienstler wegen der Ausdehnung der Angebotszeiten. Im Schulhaus dagegen wird der Platz knapp. Wir gehen teilweise in einen kleineren Raum des Kindergartens und haben auch den ehemaligen Betreuungsraum in Eigenarbeit ausgebaut.“

Dann ein Dank an die Gemeinde Simonsberg – in der Halle in Finkhaus findet der Sportunterricht momentan statt. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Schulförderverein sei sehr gut. Aus einem EU-Programm gebe es jetzt zweimal in der Woche Obst, das aus dem Markttreff-Supermarkt Pioch geliefert wird. Die Nachmittagsbetreuung ist von bisher 12 bis 15 Uhr auf 17 Uhr ausgedehnt worden.

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